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Hugo Förster

Aus U-Boot-Archiv Wiki

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Geburtsname: Hugo Förster
Geburtsdatum: 21.01.1905
Geburtsort: Nieder Wildungen/Land Kr. Waldeck/Reg. Bez. Kassel/Preußische Provinz Hessen - Nassau (heute Bad Wildungen/BL Hessen)
Todesdatum: 27.02.1945 (40 Jahre)
Todesort: Wilhelmshaven

Eintritt in die Marine

04.04.1923 Crew 23

Dienstgrade

04.04.1923 Rekrut
04.10.1923 Matrose
01.04.1924 Matrosengefreiter zugleich Offiziersanwärter Ernennung
01.04.1925 Fähnrich zur See
01.05.1927 Oberfähnrich zur See
01.10.1927 Leutnant zur See
01.07.1929 Oberleutnant zur See
01.04.1935 Kapitänleutnant
01.02.1939 Korvettenkapitän mit Rangdienstalter vom 01.02.1939 (-5-)

Orden und Auszeichnungen

06.06.1939 Spanienkreuz in Silber ohne Schwerter
24.04.1940 Eisernes Kreuz 2. Klasse
11.03.1941 Italienisches Offizierskreuz des Ordens der Krone
27.11.1941 Flottenkriegsabzeichen

Militärischer Werdegang

01.04.1923 Eintritt in die Reichsmarine als Offiziersanwärter.
01.04.1923 - 30.09.1923 Grundausbildung bei der II. Schiffsstammabteilung der Nordsee, Wilhelmshaven.
01.10.1923 - 31.03.1924 Bordausbildung auf dem Linienschiff BRAUNSCHWEIG.
14.11.1923 - 17.11.1923 Bordausbildung auf dem Torpedoboot T 151 in der 2. Torpedobootsflottille.
18.11.1923 - 29.11.1923 Bordausbildung auf dem Leichter Kreuzer HAMBURG.
01.04.1924 - 28.06.1924 Bordausbildung auf dem Segelschulschiff NIOBE.
29.06.1924 - 28.03.1925 Bordausbildung auf dem Leichten Kreuzer BERLIN.
28.03.1925 - 21.03.1926 Hauptlehrgang für Fähnriche mit anschließender Offiziershauptprüfung an der Marineschule, Flensburg-Mürwik.
20.07.1925 - 25.07.1925 Navigationsbelehrungsfahrt auf dem Tender NORDSEE.
12.10.1925 - 16.10.1925 Navigationsbelehrungsfahrt auf dem Vermessungsschiff PANTHER.
22.03.1926 - 29.05.1926 Torpedolehrgang für Fähnriche an der Torpedoschule, Flensburg-Mürwik.
30.05.1926 - 03.07.1926 Nachrichtenlehrgang für Fähnriche an der Nachrichtenschule, Flensburg-Mürwik.
04.07.1926 - 31.07.1926 Sperrlehrgang für Fähnriche an der Sperrversuchskommando, Kiel-Wik.
01.08.1926 - 26.09.1926 Infanterielehrgang für Fähnriche bei der II. Schiffsstammabteilung der Ostsee, Stralsund.
27.09.1926 - 05.01.1927 Artillerielehrgang für Fähnriche an der Schiffsartillerieschule, Kiel-Wik.
06.01.1927 - 28.09.1928 Wach- und Zugoffizier auf dem Linienschiff SCHLESWIG-HOLSTEIN.
29.09.1928 - 23.09.1930 Nicht ermittelt.
24.09.1930 - 27.09.1932 Auf dem Torpedoboot TIGER in der 3. Torpedobootsflottille.
28.09.1932 - 00.01.1940 Nicht ermittelt.
00.01.1940 - 09.04.1940 Navigationsoffizier auf dem Schwerer Kreuzer BLÜCHER. Schiff in Norwegen versenkt.
10.04.1940 - 30.06.1940 Beim Hafenkommandant Oslo.
01.07.1940 - 27.07.1940 Artillerielehrgang für U-Wachoffiziere an der Schiffsartillerieschule, Kiel-Wik.
29.07.1940 - 27.09.1940 U-Wachoffizierslehrgang 1. U-Lehrdivision, Pillau.
03.11.1940 - 09.11.1940 Sperrlehrgang für U-Wachoffiziere an der Sperrschule, Kiel-Wik.
10.11.1940 - 10.01.1941 Kommandanten-Lehrgang. Kommandanten-Schießlehrgang bei der 24. U-Flottille, Memel.
11.01.1941 - 20.01.1941 Zur Verfügung der 2. U-Flottille, Lorient.
21.01.1941 - 10.03.1941 Kommandantenschüler auf U 103.
11.03.1941 - 29.04.1941 Baubelehrung für U 501 bei der Kriegsschiffbaulehrabteilung U-Nordsee, Bremen.
30.04.1941 - 10.09.1941 Kommandant von U 501.
10.09.1941 Nach dem Verlust seines Bootes U 501 vor der Dänemark Straße, südlich Angmagsalik, in Kriegsgefangenschaft.
10.09.1941 - 00.01.1945 Kanadische Kriegsgefangenschaft. Im Januar 1945 Ausgetauscht, zurück nach Deutschland.
00.01.1945 - 27.02.1945 Nicht ermittelt.
27.02.1945 Freitod.
Zum Tod von Förster
Hugo Förster soll nach Busch/Röll am 27.02.1945 Selbstmord begangen haben. Nach anderen Quellen soll er wegen Feigheit vor dem Feind erschossen wurden sein. Bei der Versenkung von U 501 soll es wohl zu Unregelmäßigkeiten gekommen sein.
Aus Clay Blair "Der U-Boot-Krieg" Band 1/S. 431/432. Zur Versenkung von U 501:
Als die kanadische Korvette HMCS MOOSE JAW (K.164) näher kam, um U 501 zu rammen, ging Förster auf Parallelkurs, und die Seitenwände der beiden Fahrzeuge waren nur noch Zentimeter voneinander entfernt. Zum Erstaunen der Deutschen und der Kanadier sprang Förster plötzlich von der Brücke von U 501 auf das Deck der HMCS MOOSE JAW. Es ist nicht klar, wie er es geschafft hat, berichtete der Kommandant der Korvette, aber er wurde bei dem Sprung nicht nass. Die Tatsache, daß Förster so rasch den Kampf aufgegeben hatte und als erster statt als letzter das U-Boot verlassen hatte, sorgte bei den Deutschen für große Verärgerung. Förster rechtfertigte seine Handlung später als ersten Schritt, um über die Kapitulation der Besatzung zu verhandeln, aber wenige Kanadier glaubten dies.

Literaturverweise

Busch/Röll - "Die deutschen U-Boot-Kommandanten" - Mittler Verlag 1996 - S. 68.
Lohmann/Hildebrand - "Die deutsche Kriegsmarine 1939 - 1945" - Podzun Verlag 1956 - Band 3 - Abschnitt 291 - S. 78.

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