Oberleutnant zur See

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Oberleutnant zur See - bezeichnet einen Soldaten im zweitniedrigsten Offiziersdienstgrad der Marine. Dieser Dienstgrad entspricht im Heer und in der Luftwaffe ebenfalls eines Oberleutnants. Als Dienstgradabzeichen trug er auf dem Ärmel zwei goldgelben Streifen und einem fünfzackigen Stern. Die Schulterstücken bestanden aus marineblauem Untergrund und silberfarbenen Schnüren mit einem viereckigen goldfarbenen Offiziersstern ("Pickel").

Oberleutnant zur See der Reserve (Oberleutnant zur See d.R.) bezeichnet einen ehemaligen Offizier, der den Streitkräften eines Staates zusätzlich zu den aktiven Soldaten bei Bedarf für Wehrdienstleistungen zur Verfügung steht.

Oberleutnant zur See (Kriegsoffizier) (Oberleutnant zur See Kr.O.) - bezeichnete im Zweiten Weltkrieg diejenigen Marineangehörige, die unter erleichterten Bedingungen aus den Mannschaftsrängen hervorgegangen waren. Um die Verluste an Offizieren der aktiven und der Reservelaufbahn auszugleichen, konnten insbesondere verdiente Unteroffiziere von ihren Vorgesetzten zum Kriegsoffizier vorgeschlagen werden. Ursprünglich sollten diese "Soldaten aus der Truppe" unter 25 Jahre alt sein und unverheiratet (Ausnahme: Berufs-Unteroffiziere). Unteroffizieren mit mindestens 10 Dienstjahren sollte ebenfalls die Möglichkeit zum Wechsel in die Offizierslaufbahn gewährt werden. Nach dem Besuch eines zwischen vier und sechs Monaten währenden Offizieranwärter-Lehrgangs an einer Marineschule wurde der Offizier-Anwärter zum Fähnrich zur See oder Oberfähnrich zur See ernannt (abhängig vom alten Dienstgrad des Anwärters). Nach weiteren 15 Monaten sollte die Beförderung zum Offizier erfolgen. Im Feld war alternativ die Ernennung zum Offizieranwärter durch den Einheitsführer möglich. Die Beförderung zum Kriegsoffizier sollte dann ebenfalls nach 15 Monaten erfolgen.

Oberleutnant zur See (Sonderführer) (Oberleutnant zur See Sdf.) - ist eine Einrichtung, die von der Deutschen Wehrmacht in 1937 für den Mobilmachungsfall geschaffen wurde. Mit der Heranziehung als Sonderführer sollten die zivilen Spezialkenntnisse von Soldaten, die keine oder nur eine ungenügende militärische Ausbildung hatten, genutzt werden. Dieser Personenkreis wurde in einen Offizier- oder Unteroffizierdienstrang übernommen. Bei der Einberufung als Sonderführer handelte es sich stets um eine jederzeit widerrufliche Übergangsmaßnahme mit dem Zweck, Stellen zu besetzen, die sonst nicht mit regulärem militärischem Personal gedeckt werden konnten. Änderte sich diesbezüglich die Situation, wurde der Sonderführer wieder in den "normalen" Ablauf mit militärischer Ausbildung etc. eingegliedert. Dabei war die Dienststellung als Sonderführer - diese beinhaltete keinen Dienstgrad, sondern nur den Dienstrang - nicht zu berücksichtigen. Im Jahr 1942 wurde befohlen, dass die Sonderführer im Offizier-Rang militärisch ausgebildet werden sollen, um in das Reserve-Offizierskorps übernommen werden zu können.

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