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U 1014

Aus U-Boot-Archiv Wiki

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DEUTSCHES UNTERSEEBOOT "U 1014"


DAS BOOT:

Typ: VII C/41
Bauauftrag: 23.03.1942
Bauwerft: Blohm & Voss, Hamburg
Baunummer: 214
Serie: U 995 - U 1050
Kiellegung: 25.03.1943
Stapellauf: 30.01.1944
Indienststellung: 14.03.1944
Indienststellungskommandant: Oberleutnant zur See Wolfgang Glaser
Feldpostnummer: M - 01 524

Kommandanten

14.03.1944 - 04.02.1945 Oberleutnant zur See Wolfgang Glaser

Flottillen

14.03.1944 - 31.12.1944 Ausbildungsboot 31. U-Flottille, Hamburg
01.01.1945 - 04.02.1945 Frontboot 11. U-Flottille, Bergen

AUSBILDUNG UND ERPROBUNGEN:

15.03.1944 - 16.03.1944 Hamburg Probefahrten auf der Elbe.
19.03.1944 - 30.03.1944 Kiel Erprobungen beim UAK.
01.04.1944 - 07.04.1944 Swinemünde Flakausbildung an der Flakschule.
08.04.1944 - 15.04.1944 Danzig Erprobungen beim UAK.
16.04.1944 - 22.04.1944 Pillau Hafenausbildung bei der 20. U-Flottille.
23.04.1944 - 22.05.1944 Hela Frontausbildung bei der AGRU-Front. Kollision mit U 1015.
24.05.1944 - 31.07.1944 Danzig Reparatur der Schäden sowie Einbau des Schnorchels und Brückenpanzerung in der Holmwerft.
01.08.1944 - 13.08.1944 Hela Frontausbildung bei der AGRU-Front.
14.08.1944 - 25.08.1944 Pillau Vortaktische Ausbildung bei der 20. U-Flottille.
26.08.1944 - 04.09.1944 Hela Schnorchelausbildung bei der AGRU-Front.
05.09.1944 - 09.09.1944 Pillau Erprobungen beim TEK.
10.09.1944 - 16.09.1944 Libau Schießausbildung bei der 25. U-Flottille. 2 Tote bei russischen Luftangriff. Schäden.
17.09.1944 - 31.09.1944 Gotenhafen Reparatur der Schäden in der Werft.
01.10.1944 - 10.10.1944 Pillau Schießausbildung bei der 26. U-Flottille.
12.10.1944 - 19.10.1944 Gotenhafen Taktische Ausbildung bei der 27. U-Flottille.
20.10.1944 - 21.10.1944 Rönne Abhorchen bei der UAG-Schall.
03.11.1944 - 07.12.1944 Hamburg Restarbeiten bei den Howaldtswerken AG.
08.12.1944 - 16.12.1944 Hamburg Schnorcheltarnung, Fu.M.B.-Abgleich und Proviantaufnahme.
17.12.1944 - 29.12.1944 Kiel Ausrüstung zur 1. Unternehmung.

DIE UNTERNEHMUNGEN:

Verlegungsfahrt:

30.12.1944 - //:// Uhr aus Kiel → → → → 02.01.1945 - //:// Uhr in Horten

Die Fahrt: U 1014, unter Oberleutnant zur See Wolfgang Glaser, war 3 Tage auf See. Das Boot verlegte von Kiel nach Horten. Dort führte es Tauch- und Schnorchelübungen im Oslofjord durch.

1. Unternehmung:

08.01.1945 - //:// Uhr aus Horten → → → → 09.01.1945 - //:// Uhr in Kristiansand
09.01.1945 – 17:00 Uhr aus Kristiansand → → → → 13.01.1945 – 23:30 Uhr in Bergen
18.01.1945 - //:// Uhr aus Bergen → → → → 04.02.1945 - Uhr Verlust des Bootes

Die Fahrt: U 1014, unter Oberleutnant zur See Wolfgang Glaser, war 22 Tage auf See. Am 09.01.1945 wurden in Kristiansand nochmals Ergänzungen durchgeführt und ab 13.01.1945 in Bergen der Schnorchel repariert. Anschließend operierte das Boot im Nordatlantik und dem Nordkanal. Schiffe konnten nicht versenkt oder beschädigt werden. U 1014 selbst, wurde auf dieser Unternehmung von britischen Kriegsschiffen versenkt.


DAS SCHICKSAL:

Datum: 04.02.1945
Letzter Kommandant: Oberleutnant zur See Wolfgang Glaser
Ort: Nordkanal
Position: 55°17' N - 06°44' W
Planquadrat: AM 6418
Versenkt durch: HMS Loch Scavaig (K.648), HMS Loch Shin (K.421), HMS Papua (K.588) HMS Nyasaland (K.587)
Tote: 48
Überlebende: 0

Detailangaben zum Schicksal:

U 1014 wurde am 04.02.1945 im Nordkanal östlich von Malin Head durch Wasserbomben der britischen Fregatten HMS Loch Scavaig (K.648), HMS Loch Shin (K.421), HMS Papua (K.588) und HMS Nyasaland (K.587) versenkt. Die britische Fregatte HMS Loch Scavaig (K.648) erfasste mit ihrem Asdic während einer Übungsfahrt ein auf Grund liegendes vermutetes U-Boot. Nach mehreren Wasserbomben- Angriffen der drei Kriegsschiffe schwammen Öl, Wrackteile, zerfetzte deutsche Uniformen, Dokumente und Papiere auf der Wasseroberfläche, die das Ende des Bootes bestätigten.

Wrack von U 1014


DIE BESATZUNG:

Am 04.02.1945 kamen ums Leben: (48)

Arendsen, KurtBrandes, WilhelmBröcker, HeinzBurzan, KarlDenz, AlfonsDornbusch, MartinEgger, JohannErtelt, GerhardFriedrich, Karl-HeinzGlaser, WolfgangGötz, JohannGrabarczyk, AloisGrassmann, AdolfHaeuser, Hans-GüntherKahlert, GünterKalis, FranzKater, WernerKersting, WolfgangKienast, GerhardKlamert, AlfredKleebauer, KarlKliem, Walter-HansKoletzke, ArturKöppe, GünterKordes, FranzKrassner, HansKroos, WernerKünne, GerhardKüsters, ManfredLuther, RobertMüller, FritzMuhs, MartinNaujeck, BrunoNiedlich-Reichenberg, WinrichOber, AlbertPape, TheodorPfitzenmeier, OttoPolster, JohannesReiher, Hans-GünterRiethmacher, JosefRietzke, HorstSchmidt, SiegfriedSieber, GerhardSternhagen, HeinrichStier, JakobWahlert, WalterWeigel, HeinzWolfstetter, Heinrich

Vor dem 08.01.1945: (5)

Klemann, GünterMahlberg, JohannMattusch, HorstSchilly, PaulTröger, Wilhelm

Einzelverluste: (2)

Frankhoff, WalterHaas, Wilhelm


LITERATUR:

Rainer Busch/Hans-Joachim Röll - "Die deutschen U-Boot-Kommandanten" Seite

Rainer Busch/Hans-Joachim Röll - "U-Boot-Bau auf deutschen Werften" Seite

Rainer Busch/Hans-Joachim Röll - "Die deutschen U-Boot-Verluste" Seite

Rainer Busch/Hans-Joachim Röll - "Die deutschen U-Boot-Erfolge" Seite

Herbert Ritschel - Band 14 - "Kurzfassung Kriegstagebücher Deutscher U-Boote 1939 - 1945 / U 850 - U 1100 Seite 285 - 286.


ANMERKUNGEN:

① Hier wird immer der letzte Dienstgrad des Kommandanten genannt den er auf dem Boot innehatte. Für näheres, siehe Kommandanten.

② Hier sind Besatzungsmitglieder aufgeführt die zwischen der Indienststellung und dem letzten auslaufen auf dem Boot, zeitweise, gedient haben. Die Angaben sind unvollständig.

U 1013U 1014U 1015