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U 364

Aus U-Boot-Archiv Wiki

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DEUTSCHES UNTERSEEBOOT "U 364"


DAS BOOT:

Typ: VII C
Bauauftrag: 20.01.1941
Bauwerft: Flensburger Schiffbaugesellschaft, Flensburg
Baunummer: 485
Serie: U 351 - U 370
Kiellegung: 12.02.1942
Stapellauf: 21.01.1943
Indienststellung: 03.05.1943
Indienststellungskommandant: Oberleutnant zur See Paul-Heinrich Sass
Feldpostnummer: M - 33 940

Kommandanten

03.05.1943 - 30.01.1944 Oberleutnant zur See Paul-Heinrich Sass

Flottillen

03.05.1943 - 31.10.1943 Ausbildungsboot 5. U-Flottille, Kiel
01.11.1943 - 30.01.1944 Frontboot 3. U-Flottille, La Pallice

AUSBILDUNG UND ERPROBUNGEN:

04.05.1943 - 06.05.1943 Flensburg Einzelausbildung in der Flensburger Förde.
08.05.1943 - 17.05.1943 Kiel Erprobungen bei der UAK.
18.05.1943 - 19.05.1943 Flensburg Instandsetzungsarbeiten in der Werft.
20.05.1943 - 21.05.1943 Sonderburg Wegen schlechten Wetter kein Abhorchen.
22.05.1943 - 31.05.1943 Kiel Instandsetzungsabeiten bei den Deutschen Werken AG.
02.06.1943 - 05.06.1943 Swinemünde Flakausbildung.
07.06.1943 - 09.06.1943 Danzig Erprobungen bei der UAK.
10.06.1943 - 24.06.1943 Hela Technische Ausbildung bei der AGRU-Front.
25.06.1943 - 26.06.1943 Danzig Instandsetzungsarbeiten in der Holmwerft.
26.06.1943 - 19.07.1943 Hela Frontausbildung bei der AGRU-Front. Dabei Sehrohr verbogen durch Fischernetz.
22.07.1943 - 23.07.1943 Danzig Sehrohrwechsel in der Holmwerft.
25.07.1943 - 08.08.1943 Libau Schießausbildung bei der 25. U-Flottille.
09.08.1943 - 21.08.1943 Gotenhafen Taktische Ausbildung bei der 27. U-Flottille.
22.08.1943 - 23.08.1943 Rönne Abhorchen bei der UAG-Schall.
28.08.1943 - 24.09.1943 Hamburg Restarbeiten bei Blohm & Voss.
27.09.1943 - 09.10.1943 Kiel Reparaturen nach Ramming mit Schlepper bei den Howaldtswerken AG.
10.10.1943 - 11.10.1943 Kiel Erprobungen beim NEK.
12.10.1943 - 15.10.1943 Swinemünde Flakausbildung.
16.10.1943 - 19.10.1943 Hela Einzelausbildung bei der AGRU-Front.
21.10.1943 - 31.10.1943 Gotenhafen Taktische Ausbildung bei der 27. U-Flottille.
04.11.1943 - 16.11.1943 Kiel Instandsetzungsabreiten bei den Howaldtswerken AG.
17.11.1943 - 22.11.1943 Kiel Ausrüstung zur 1. Unternehmung.

DIE UNTERNEHMUNGEN:

1. Unternehmung:

23.11.1943 - 11:30 Uhr aus Kiel → → → → 26.11.1943 - 18:20 Uhr in Marviken
28.11.1943 - 06:30 Uhr aus Marviken → → → → 28.11.1943 - //:// Uhr in Stavanger
28.11.1943 - 11:30 Uhr aus Stavanger → → → → 28.11.1943 - 16:40 Uhr in Haugesund
29.11.1943 - //:// Uhr aus Haugesund → → → → 30.11.1943 - 07:10 Uhr in Bergen
03.12.1943 - //:// Uhr aus Bergen → → → → 29.01.1944 - //:// Uhr Verlust des Bootes

Die Fahrt : U 364, unter Oberleutnant zur See Paul-Heinrich Sass, war 62 Tage auf See. Am 26.11.1943 wurde in Marviken Brennstoff ergänzt, am 28.11.1943 sollte in Stavanger die defekte Maschine repariert werden (nicht möglich). In Haugesund wurde übernachtet und am 30.11.1943 in Bergen die Maschinenreparatur durchgeführt. Anschließend operierte das Boot im Nordatlantik und westlich von Irland. Es gehörte zu den U-Boot-Gruppen Coronel 1, Sylt und Rügen 1. Schiffe konnten nicht versenkt oder beschädigt werden. U 364 selbst, wurde auf dieser Unternehmung von einem britischen Flugzeug versenkt.


DAS SCHICKSAL:

Datum: 29.01.1944
Letzter Kommandant: Oberleutnant zur See Paul-Heinrich Sass
Ort: Biscaya
Position: 45°33' N - 05°55' W
Planquadrat: BF 8223
Versenkt durch: Halifax U der britischen RAF Squadron 502
Tote: 49
Überlebende: 0

Detailangaben zum Schicksal:

Nach neueren Erkenntnissen (Dr. Axel Niestlé) wurde U 364 in der Biscaya von der Halifax U der britischen RAF Squadron 502 versenkt.

Davor wurde angenommen das U 364 seit dem 29.01.1944 in der Biscaya verschollen sei. U 364 meldete sich zuletzt am 29.01.1944 und gab seine Ankunft am Treffpunkt vor dem Einlaufen vor St. Nazaire am 31.01.1944 bekannt. Nachdem U 364 am 31.01.1944 nicht auf dem Aufnahmepunkt der Sicherungskräfte vor St. Nazaire eintraf und auch sonst keinen Atlantikstützpunkt anlief, wurde es mit Wirkung vom 31.01.1944 für vermisst erklärt.

Das U 364 am 30.01.1944 in der Biscaya durch die Wellington K der britischen RAF Squadron 172 versenkt wurden sei, entspricht nicht mehr den heutigen Tatsachen. Der Angriff galt U 608, das die Wellington abschießen konnte und selbst unbeschädigt blieb.


DIE BESATZUNG:

Am 29.01.1944 kamen ums Leben: (49)

Bartussek, HeinzBeyer, FranzBuchberger, AlexanderBusche, FranzDenecke, EdgarFloeter, ErwinGöricke, GerhardGraedtke, HeinzHeller, KurtHerbst, GottfriedHofmann, GerhardHoltz, WilhelmHorsinka, LeoHupperich, WilliJaeschke, KurtKolbe, ErichKwiatkowski, WernerLietz, FranzMarkus, HerbertNau, Karl-HeinzNickley, GünterPflips, HelmutRabe, WalterReiner, HermannReinsdorf, RichardReissmüller, OttoRohde, FriedrichRöhrig, ErwinRondonell, GüntherRoss, ErnstSass, Paul-HeinrichSchmalenbach, FritzSchmelzer, ErhardSchmerling, JosefSchrader, HansSeidel, OswinSkrzypeck, KarlSöder, Herbert-Adam-JakobSprung, HelmutStrick, GereonStrutz, WalterStuhldreier, WilhelmSusa, FranzThiele, HermannThimm, HelmutThomas, HorstWachter, GüntherWeinmann, WernerWesthoff, Heinz

Vor dem 03.12.1943:

Zur Zeit nicht ermittelt.


LITERATUR:

Rainer Busch/Hans-Joachim Röll - "Die deutschen U-Boot-Kommandanten"

Rainer Busch/Hans-Joachim Röll - "U-Boot-Bau auf deutschen Werften"

Rainer Busch/Hans-Joachim Röll - "Die deutschen U-Boot-Verluste"

Rainer Busch/Hans-Joachim Röll - "Die deutschen U-Boot-Erfolge"

Herbert Ritschel - Band 7 - "Kurzfassung Kriegstagebücher Deutscher U-Boote 1939 - 1945 / U 301 - U 375" Seite 283 - 284


ANMERKUNGEN:

① Hier wird immer der letzte Dienstgrad des Kommandanten genannt den er auf dem Boot inne hatte. Für näheres, siehe Kommandanten.

② Hier sind Besatzungsmitglieder aufgeführt die zwischen der Indienststellung und dem letzten auslaufen auf dem Boot, zeitweise, gedient haben. Die Angaben sind unvollständig.

U 363U 364U 365

Liste aller U-Boote