Operation Cabal

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Die "Operation Cabal" war die Auslieferung deutsche Beute-U-Boote von Großbritannien an die Sowjetunion.(ab November 1945).

Das Ziel war, die Überführung von 10 U-Booten, von Lisahally in Lough Foyle in Nordirland in den von den Sowjets kontrollierten Hafen Libau in Lettland. Im Rahmen des dreigliedrigen Seeverkehrsabkommens nach dem Krieg war zwischen den Alliierten vereinbart worden, dass zwar der größte Teil der deutschen U-Boot-Flotte versenkt werden sollte, doch 30 U-Boote sollten erhalten bleiben und zu gleichen Teilen zwischen der Sowjetunion, Großbritannien und den USA aufgeteilt werden. Für die USA sollten die U-Boote ausschließlich für experimentelle und technische Versuche benutzt werden..

Ende August/Anfang September 1945 inspizierten sowjetische Offiziere des britischen Tripartite Naval Board die 136 U-Boote, die in Loch Foyle und in Loch Ryan vor Anker lagen. Die Sowjetunion wurden die U-Boote: U 1057, U 1058, U 1064, U 1231, U 1305, U 2353, U 2529, U 3035, U 3041 und U 3514 zugesprochen. Vor dem Transfer waren 7 der U-Boote in Lisahally und drei (U 1057, U 1064 und U 2353) in Loch Ryan. Die letzten 3 wurden am 31.10.1945 nach Lough Foyle verlegt.

Ursprünglich sollten diese 10 U-Boote voll funktionsfähig sein und aus eigener Kraft nach Libau fahren. Die Boote sollten britische Besatzungen haben, aber jeweils ein sowjetischen Offizier als Beobachter. In diesem Fall waren nur 5 der 10 U-Boote fähig, den gesamten Weg aus eigener Kraft zurückzulegen, daraufhin wurde beschlossen, die restlichen 5 U-Boote nach Libau zu schleppen.

Die "Operation Cabal" begann am 24.11.1945, als die U-Boote, außer U 3515, aus der Mündung des Loch Foyle von Moville ausliefen. Der Weg führte die Boote um die Nordseite Schottlands herum, durch den Pentland Firth, über die Nordsee nach Südnorwegen, anschließend, durch Skagerrak und Kattegat, nach Kopenhagen und Südschweden. Zu Schluß ging es über die Ostsee nach Libau. Am 23.11.1945 kollidierte U 3514 bei der Abfahrt nach Libau mit einem anderen U-Boot und wurde befschädigt. Das Heck war verzogen und es ließ sich auch nicht mehr durch einen Schlepper nach Libau bringen. Daraufhin erhielten die Sowjets U 3515 anstelle von U 3514.

Die 5 fahrtauglichen U-Boote, U 1057, U 1058, U 1064, U 1305 und U 1231, wurden von den britischen Kriegsschiffen GARTH, EGLINTON und ZETLAND begleitet. Die 4 Boote im Schlepp hingen an der Leine von: U 2353 - RIOU, U 2529 - ZEPHYR, U 3035 - TREMADOC BAY und U 3041 - NARBOROUGH. Die "Operation Cabal" endete am 02.02.1946

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