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Steinstad

Aus U-Boot-Archiv Wiki

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Nationalität: Norwegen
Typ: Dampffrachtschiff
Baujahr: 1912
Bauwerft: Robert Thompson &. Sons Limited, Sunderland
Reederei: A.F. Klaveness &. Company Aksjeselskap (Skibs-Aksjeselskap Steinstad), Oslo
Heimathafen: Oslo
Kapitän: Ludvik Nilsen

Schiffsmaße

Tonnage: 2.477 BRT
Tragfähigkeit: 4.175 t
Länge: 91.59 m
Breite: 13.56 m
Tiefgang: 5.84 m
Geschwindigkeit: 9 kn
Bewaffnung: -

Route &. Fracht

Route: Fethiye (Türkei) - Aalvik (Norwegen)
Fracht: Erze
Geleitzug: Einzelfahrer

Der Angriff erfolgte durch

U-Boot: U 26
Kommandant: Heinz Scheringer
Datum: 15.02.1940
Ort: Nordatlantik, südwestlich Galway (Irland)
Position: 53°03' Nord - 11°55' West
Planquadrat: AM 7391
Waffe: Torpedo
Tote: 13
Überlebende: 11
U 26 sichtete am 14.02.1940 um 19:12 Uhr einen norwegischen Dampfer und setzte vor um in anzuhalten. Am 15.02.1940 um 07:50 Uhr ließ Scheringer einen Schuß vor den Bug des Schiffes abfeuern und er setzte Flaggensignal um in anzuhalten. Um 08:37 Uhr schoß U 26 einen Torpedo auf das Schiff. Dieser Torpedo traf die STEINSTAD mittschiffs. Nach einer riesigen Sprengwolke, war das Schiff innerhalb von fünf Sekunden verschwunden. Der Kapitän und 12 Besatzungsmitglieder kamen ums Leben. Ihr Rettungsboot wurden nicht wiedergefunden. 11 Besatzungsmitglieder landeten in ihrem Rettungsboot auf Arranmore Island (Irland).
Aus dem Kriegstagebuch von U 26:
14.02.1940
1912 - Aufgetaucht. Dampfer gesichtet. Nach Kurs und Fahrtfeststellung angelaufen zum Überwassernachtangriff. Dabei als Norw. mit beleuchtetem Hoheitsabzeichen erkannt. Angriff abgebrochen. Im Laufe der Nacht mitgelaufen und vorgesetzt, um den Dampfer morgens bei Tageslicht anzuhalten.
2000 - Qu. 7965 AM. SO 2, Dünung, teilw. bew., gute Sicht, Bar. 1021.
15.02.1940
W. Irland.
0000 - Qu. 7932 AM. SSO 4, Seeg. 3, klarer Himmel, mittl. Sicht, Bar. 1021. F.T.: B.d.U. an U 26, U 52. Weitermarsch in Gebiet Rot, U 53 Stand 1900 Uhr 50 50 N. 14 30 W. Wurde nicht befolgt, da auf Verfolgung Dampfer.
0115 - Fischdampfer beim Fang ausgewichen.
0400 - Qu. 7632 AM. SO 2, Seeg. 1, mittl. Bew., gute Sicht, Bar. 1019.
0750 - Qu. 7391 AM. SO 2, Seeg. 1, stark bew., mittl. Sicht, Bar. 1018. Dampfer durch Schuß vor den Bug und Flaggensignale angehalten.
0837 - Norwegischen Dampfer Steinstadt torpediert. Als er nicht reagierte, feuerte ich nochmals. Bei 3. Schuß drehte er bei und zwar auf mich zu. Das erweckte meine besondere Aufmerksamkeit, ich setze dann Signal zum Schicken seiner Papiere. Er stoppte aber nicht seine Maschine, sondern lief weitere auf mich zu. Ich fühlte mich dadurch bedroht und legte die Artl.-Einschläge näher an das Schiff, um ihn zum Stoppen zu zwingen. Bisher war mit den Booten noch nichts erfolgt. Jetzt sah man, daß ein Boot gefiert war, und bald darauf konnte ich feststellen, daß auch das 2. Boot gefiert war. Beide Boote waren eigenartiger Weise voll besetzt und pullten von uns weg, eine mir unverständliche Maßnahme, die weiterhin mir sehr verdächtig schien. Die Besatzung hatte das Schiff verlassen, ohne meinen Anordnungen nachzukommen. Ich ging darauf unter Wasser, lief an und stellte fest, daß der Dampfer Steinstadt hieß und auf der Liste der Schiffe steht, die für England gefahren sind. Auf Grund all dieser Feststellungen, war für mich die Voraussetzungen gegeben, das Schiff zu versenken. Der G 7a traf nach 15 sec. Laufzeit Mitte. Der Dampfer flog mit mächtiger Sprengwolke in die Luft, und war innerhalb von 5 Sek. verschwunden. Anschließend zunächst unter Wasser abgelaufen wegen Fliegergefahr.

Literaturverweise

Busch/Röll - "Deutsche U-Boot-Erfolge" - Mittler Verlag 2008 - S. 28. → Amazon
Gröner - "Die Handelsflotten der Welt 1942 und Nachtrag 1944" - J.F. Lehmanns Verlag 1976 - S. 224. → Amazon
Jordan - "The Worlds Merchant Fleets 1939" - US-Naval Inst.PR Verlag 1998 - S. 316, 564. → Amazon
Ritschel - "Kurzfassung KTB Deutscher U-Boote 1939 – 1945 – KTB U 1 – U 50" - Eigenverlag - S. 151. → Amazon
Rohwer - "Axis Submarine Successes of World War Two 1939 – 1945" - Greenhill Books Verlag 1998 - S. 14. → Amazon
"Kriegstagebuch U 26 - 06.12.1939 - 01.03.1940" - S. 11 - 12.

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