Aktionen

U 568

Aus U-Boot-Archiv Wiki

Version vom 23. November 2023, 07:52 Uhr von Andreas (Diskussion | Beiträge)
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)

!!! Zur richtigen Darstellung der Seiten auf ihrem Computer Bitte unbedingt die Anmerkungen beachten Klick hier → Anmerkungen !!!

U 567 ← U 568 → U 569

Typ: VII C
Bauauftrag: 24.10.1939
Bauwerft: Blohm & Voss, Hamburg
Baunummer: 544
Serie: U 551 - U 650
Kiellegung: 27.04.1940
Stapellauf: 06.03.1941
Indienststellung: 01.05.1941
Kommandant: Joachim Preuss
Feldpostnummer: M - 42 161

Kommandanten

01.05.1941 - 29.05.1942 Kapitänleutnant Joachim Preuss

Flottillen

01.05.1941 - 00.08.1941 Ausbildungsboot 3. U-Flottille Kiel - Klick hier → Ausbildung U 568
00.08.1941 - 31.12.1941 Frontboot 3. U-Flottille La Pallice
01.01.1942 - 29.05.1942 Frontboot 29. U-Flottille La Spezia

Unternehmungen

1. Unternehmung
03.08.1941 - Lofjord → → → → → → 10.09.1941 - St. Nazaire
U 568, unter Kapitänleutnant Joachim Preuss, lief am 03.08.1941 von Lofjord aus. Das Boot operierte im Nordatlantik, südwestlich Island und südwestlich Irland. Es gehörte zu den U-Boot-Gruppen Grönland, Kurfürst und Seewolf. Nach 38 Tagen und zurückgelegten 6.061 sm über und 765 sm unter Wasser, lief U 568 am 10.09.1941 in St. Nazaire ein.
U 568 konnte auf dieser Unternehmung 1 Korvette mit 925 ts versenken.
Klicke hier → Versenkte oder beschädigte Schiffe
Klick hier → Original KTB für die 1. Unternehmung
2. Unternehmung
09.10.1941 - St. Nazaire → → → → → → 07.11.1941 - St. Nazaire
U 568, unter Kapitänleutnant Joachim Preuss, lief am 09.10.1941 von St. Nazaire aus. Das Boot operierte im Nordatlantik, südöstlich Kap Farewell. Es gehörte zur U-Boot-Gruppe Reisswolf. Nach 29 Tagen und zurückgelegten 6.023 sm über und 176 sm unter Wasser, lief U 568 am 07.11.1941 wieder in St. Nazaire ein.
U 685 konnte auf dieser Unternehmung 1 Schiff mit 6.023 BRT versenken und 1 Zerstörer mit 1.630 ts beschädigen.
Klicke hier → Versenkte oder beschädigte Schiffe
Klick hier → Original KTB für die 2. Unternehmung
3. Unternehmung
04.12.1941 - St. Nazaire → → → → → → 14.12.1941 - Messina
14.12.1941 - Messina → → → → → → 17.01.1942 - La Spezia
U 568, unter Kapitänleutnant Joachim Preuss, lief am 04.12.1941 von St. Nazaire aus. Das Boot operierte, nach dem Durchbruch durch die Straße von Gibraltar am 10.12.1941, im Mittelmeer, vor Ägypten und der Cyrenaika. Nach der Ankunft im Mittelmeer wurde, am 14.12.1941 in Messina, 42 t Brennstoff und Proviant ergänzt und die Unternehmung fortgesetzt. Nach 44 Tagen und zurückgelegten 6.354 sm über und 569 sm unter Wasser, lief U 568 am 17.01.1942 in La Spezia ein.
U 568 konnte auf dieser Unternehmung 1 Korvette mit 925 ts versenken.
Klicke hier → Versenkte oder beschädigte Schiffe
Klick hier → Original KTB für die . Unternehmung
4. Unternehmung
02.03.1942 - La Spezia → → → → → → 04.03.1942 - Messina
05.03.1942 - Messina → → → → → → 28.03.1942 - Messina
28.03.1942 - Messina → → → → → → 30.03.1942 - La Spezia
U 568, unter Kapitänleutnant Joachim Preuss, lief am 02.03.1942 von La Spezia aus. Nach Reparaturen, sowie Trinkwasser, Obst und Frischfleisch Aufnahme in Messina, operierte das Boot im Mittelmeer und vor Tobruk. Der Rückmarsch führte über Messina (Passierzeiten übernommen), nach La Spezia. Nach 28 Tagen, lief U 568 am 30.03.1942 wieder in La Spezia ein.
U 568 konnte auf dieser Unternehmung keine Schiffe versenken oder beschädigen.
Klick hier → Original KTB für die 4. Unternehmung
5. Unternehmung
21.05.1942 - La Spezia → → → → → → 25.05.1942 - Messina
25.05.1942 - Messina → → → → → → 29.05.1942 - Verlust des Bootes
U 568, unter Kapitänleutnant Joachim Preuss, lief am 21.05.1942 von La Spezia aus. Nach Ergänzungen in Messina, operierte das Boot im Mittelmeer und vor Tobruk. U 568 wurde nach, sechszehnstündiger Jagd, mit Waboschäden durch britische Kriegsschiffe, selbst versenkt.
U 568 konnte auf dieser Unternehmung keine Schiffe versenken oder beschädigen.
Klick hier → Original KTB für die 5. Unternehmung (B.d.U.)

Verlustursache

Boot: U 568
Datum: 28.05.1942
Letzter Kommandant: Joachim Preuss
Ort: Mittelmeer
Position: 32°42' Nord - 24°53' Ost
Planquadrat: CO 6719
Verlust durch: Selbstversenkung
Tote: 0
Überlebende: 47
Klick hier → Besatzungsliste U 568
U 568 wurde am 28.05.1942 im Mittelmeer nordöstlich von Tobruk, durch Wasserbomben, der britischen Zerstörer HMS HERO (H.99) (Lt.Comdr. Walter Scott), HMS ERIDGE (L.68) (Lt.Comdr. William-Frank-Niemann Gregory-Smith) und HMS HURWORTH (L.28) (Lt.Comdr. John-Trevis-Beaufroy Birch), zum Auftauchen gezwungen, selbst versenkt. Das Boot wurde bereits am 27.05.1942 von der Bristol Blenheim Bisley S (Fl.Sgt. Nash) der RAF Squadron 203 gesichtet und gemeldet.
U 685 konnte auf 5 Unternehmung 1 Schiff mit 6.023 BRT und 2 Korvetten mit 1.050 ts versenken sowie 1 Zerstörer mit 1.630 ts beschädigen.
Busch/Röll schreiben dazu:
Ich zitiere: Am 29.05.42 im Mittelmeer nordostwärts Tobruk nach 16 Stunden Wasserbomben-Verfolgung durch den britischen Zerstörer HERO sowie die Eskorter ERIDGE und HURWORTH wegen leerer Batterien zum Auftauchen gezwungen. Nachdem die Besatzung von Bord war wurde U 568 selbst versenkt. Die Besatzung wurde von den Briten gerettet. ERIDGE, HERO und HURWORTH gehörten zur Sicherung des Konvois AT.47. Zitat Ende.
Aus Busch/Röll - Die deutschen U-Bootverluste - S. 49.
Clay Blair schreibt dazu:
Ich zitiere: Am Morgen des 27. Mai sichtete ein britischer Blenheim-Bomber ein U-Boot etwa 110 Kilometer vor der Küste von Bardia, auf halbem Weg zwischen Tobruk und Mersa Matruh. Es war U 568 unter dem 28jährigen Joachim Preuß, der im vergangenen Oktober den US-Zerstörer Kearny getroffen und beschädigt hatte. Der Bomber warf eine Reihe gut gezielter Fliegerbomben, die auf dem Boot einen Treibstoffbunker zum Bersten brachten und ein Ölleck verursachten. In Reaktion auf einen Funkspruch des Flugzeuges stellte der Befehlshaber eines in der Nähe befindlichen Geleitzugs die beiden Zerstörer Hurworth und Hero zur Verfolgung des U-Bootes ab. Die Schiffe bekamen Sonarkontakt, und die Hurworth warf bei acht Angriffen in über zwei Stunden 50 Wasserbomben, während die Hero drei Angriffe mit insgesamt 20 Wasserbomben unternahm.
Nach über zwölf Stunden schwerster Angriffe hatte Preuß keine andere Wahl mehr, als aufzutauchen und zu versuchen, die Zerstörer in der Dunkelheit abzuschütteln. Ungefähr um Mitternacht, vom 27. auf den 28. Mai, durchbrach er nur etwa 1100 Meter vor der Eridge die Wasseroberfläche. Sowohl die Eridge als auch die Hero verfügten über Radargeräte des Typs 286, die das Boot jedoch nicht erfaßten. Doch ihre Ausgucke sichteten das Boot, und die beiden Zerstörer eröffneten sofort mit ihren Hauptgeschützen das Feuer, was auch die Hurworth wieder auf den Schauplatz brachte. Preuß tauchte und entkam zunächst der Vernichtung, doch als er um 4 Uhr erneut in der Nähe der Zerstörer auftauchen mußte, wurde er erneut gesichtet und beschossen. Aus allen Rohren feuernd lief die Eridge auf das Boot zu und warf drei ihrer verbliebenen Wasserbomben mit einer Tiefeneinstellung von 15 Metern. Inzwischen hatten Preuß und seine Besatzung bereits die Versenkung des Bootes eingeleitet und sprangen ins Wasser, wo sie um Rettung flehten. Die Hurworth und die Eridge entsandten Enterkommandos, um Geheimmaterial zu erbeuten, doch sie kamen zu spät, und U 586 sank vor ihren Augen. Beiboote der Zerstörer fischten Preuß und 46 weitere Deutsche aus dem Meer, offensichtlich die gesamte Besatzung . Zitat Ende.
Aus Clay Blair - Band 1 - Die Jäger - S. 751.

Literaturverweise

Blair - "Der U-Boot-Krieg - Die Jäger 1939 - 1942" - Heyne Verlag 1998 - S. 751. → Amazon
Busch/Röll - "Die deutschen U-Boot-Kommandanten" - Mittler Verlag 1996 - S. 183. → Amazon
Busch/Röll - "U-Boot-Bau auf deutschen Werften" - Mittler Verlag 1997 - S. 44, 223. → Amazon
Busch/Röll - "Die deutschen U-Boot-Verluste" - Mittler Verlag 2008 - S. 49. → Amazon
Busch/Röll - "Die deutschen U-Boot-Erfolge" - Mittler Verlag 2008 - S. 246. → Amazon
Niestlé - "German U-Boot Losses During World War II" - Verlag Frontline Books 2022 - S. 69, 266, 271, 276, 278. → Amazon
Ritschel - "Kurzfassung KTB Deutscher U-Boote 1939 – 1945 - KTB U 561 - U 599" - Eigenverlag - S. 113 – 120. → Amazon

U 567 ← U 568 → U 569