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| Dienststelle
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Stützpunkt Helgoland
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| Der Stützpunkt Helgoland war eine strategische Schlüsselposition der Kriegsmarine in der Deutschen Bucht. Er diente als Vorposten für die Küstenverteidigung und als wichtiger Anlaufpunkt für U-Boote. In der Endphase des Krieges (1944/45) erlangte die Insel zudem eine kritische Bedeutung als Einsatzbasis für Kleinkampfverbände gegen die alliierten Versorgungslinien in der Nordsee.
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| Entstehung, Funktion und Infrastruktur
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| Ausbau: |
Massive Erweiterung der Hafen- und Bunkeranlagen im Rahmen des Projekts "Hummerschere"; Errichtung des U-Boot-Bunkers "Nordsee" zum Schutz gegen Luftangriffe.
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| Funktion: |
Bereitstellung von Liegeplätzen, Treibstoff und Munition; Instandsetzungsarbeiten durch Außenstellen des Marinearsenals.
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| Luftverteidigung: |
Stationierung schwerer Flak-Batterien auf dem Oberland zur Sicherung der Ansteuerungswege der deutschen Nordseehäfen.
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| Ende 1945: |
Schwere Zerstörung durch Luftangriffe im April 1945; Besetzung durch britische Truppen und spätere Sprengung der militärischen Anlagen im Jahr 1947.
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| Einsatz der Kleinkampfverbände (K-Verbände)
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| Einsatzbasis: |
Ab 1944 Nutzung der geschützten Hafenanlagen für die Stationierung von Kleinst-U-Booten (Typ Seehund und Biber) sowie Sprengbooten (Linse).
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| K-Flottillen: |
Helgoland diente als Ausgangspunkt für Vorstöße der K-Flottillen gegen alliierte Geleitzüge im Schelde-Mündungsgebiet und vor der holländischen Küste.
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| Logistik: |
Einrichtung spezieller Werkstätten zur Wartung der empfindlichen Kleinst-U-Boote und Bereitstellung von Unterbringungskapazitäten für die K-Kämpfer.
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| Relevanz für die U-Boot-Waffe
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| Sammelpunkt: |
Letzter Anlaufpunkt für auslaufende Frontboote vor dem Erreichen der offenen Nordsee zur Durchführung finaler Trimmversuche und Ausrüstungschecks.
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| Nothafen: |
Strategische Zufluchtsstätte für beschädigte Boote oder bei extremer Wetterlage während des Marsches durch die minengefährdeten Gebiete.
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| Sicherung: |
Startpunkt für Geleitsicherungen durch Minensucher, die U-Boote durch die defensiven Minenfelder der Deutschen Bucht geleiteten.
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| Quellenverweise - Bundesarchiv-Militärarchiv (BArch-MA) | Invenio Online-Recherche
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| BArch RM 45 |
Akten der Dienststellen auf Helgoland: Berichte über den Ausbau und die Nutzung der Bunkeranlagen für K-Verbände.
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| BArch RM 7 |
Seekriegsleitung: Unterlagen zur strategischen Bedeutung Helgolands und der operativen Führung der Kleinkampfmittel.
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| BArch PERS 6 |
Personalakten: Nachweise über Verwendungen von Offizieren innerhalb der K-Verbände am Standort Helgoland.
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| Literaturverweise
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| Lohmann / Hildebrand |
"Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945" (Band II, Kapitel zur Landorganisation und den Kleinkampfverbänden).
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| Blocksdorf, Helmut |
"Das Kommando der Kleinkampfverbände der Kriegsmarine" (Details zu Einsätzen und Stützpunkten).
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| Wallmann, Claude |
"Die Festung Helgoland" (Detaillierte Darstellung der militärischen Infrastruktur).
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| Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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| ubootarchivwiki@gmail.com - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132
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