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Militärverdienstmedaille

Aus U-Boot-Archiv Wiki

Auszeichnung Militär-Verdienstmedaille (k.u.k. Signum Laudis)
Die Militär-Verdienstmedaille, bekannt als „Signum Laudis“ (Zeichen des Lobes), wurde am 12.03.1890 durch Kaiser Franz Joseph I. gestiftet. Sie war als sichtbares Zeichen der allerhöchsten belobenden Anerkennung für Offiziere der k.u.k. Armee und Marine vorgesehen. Die Medaille wurde ursprünglich nur in Bronze verliehen, ab 1911 in Silber und ab 1916 zusätzlich in Gold (Große Militär-Verdienstmedaille). In der Kriegsmarine wurde das Tragen dieser traditionsreichen Medaille jenen Offizieren gestattet, die sie sich im Ersten Weltkrieg an der Seite des Deutschen Reiches verdient hatten. Sie galt als Symbol für außerordentliche Pflichterfüllung im Dienst oder vor dem Feind.
Einteilung der Klassen und Aussehen
Große Medaille: In Gold; mit der Kaiserkrone und Lorbeer- sowie Eichenlaubkranz überhöht.
Silberne Medaille: In Silber; zeigt das Porträt des Kaisers (Franz Joseph I. oder Karl I.).
Bronzene Medaille: In Bronze; identisches Design zur silbernen Ausführung.
Kriegsdekoration: Gekreuzte Schwerter auf dem Band für unmittelbare Tapferkeit im Kampfeinsatz.
Design: Avers: Bildnis des Kaisers. Revers: Inschrift „SIGNUM LAUDIS“ im Lorbeer- und Eichenlaubkranz.
Spezifische Merkmale
Band: Das rot-weiß gestreifte Militär-Verdienstband (sog. Tapferkeitsband).
Status: Eine Belobung durch den Monarchen, die durch die Medaille in eine tragbare Auszeichnung umgewandelt wurde.
Trageweise: Am dreieckig gefalteten Band an der linken Brustseite (III. Klasse im Ranggefüge).
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Traditionskader: Zahlreiche Offiziere der Crew 05 bis Crew 13 trugen das „Signum Laudis“ aus ihrer Zeit in der k.u.k. Kriegsmarine.
Dokumentation: Erfassung in den Personalakten (PERS 6) als „Österr. Militärverdienstmedaille am Band des MVK“.
Prestige: Anerkannte Auszeichnung für navigatorische und taktische Leistungen während des Seekrieges im Mittelmeer.
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RM 8 Marinepersonalamt: Bestimmungen über das Tragen und die Rangfolge ehemaliger k.u.k. Ehrenzeichen.
BArch PERS 6 Personalakten: Nachweise über Verleihungen des „Signum Laudis“ an Seeoffiziere.
BArch RM 7 Seekriegsleitung: Akten zur Traditionspflege und den maritim-diplomatischen Beziehungen.
Literaturverweise
Steiner, Jörg C. „Die Militär-Verdienstmedaille SIGNUM LAUDIS“ (Standardwerk zur k.u.k. Auszeichnung).
Lohmann / Hildebrand „Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band II, Orden und Ehrenzeichen).
Nimmergut, Jörg „Handbuch Deutsche Orden“ (Kapitel: Auszeichnungen verbündeter Mächte).
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