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| Datenblatt
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Marineoberkommando Nord
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| Das Marineoberkommando Nord (MOK Nord) war eine kurzlebige, aber strategisch zentrale Kommandobehörde am Ende des Zweiten Weltkriegs. Für die U-Boot-Waffe war es die letzte administrative Klammer, um die Reste der Flotte und die Ausbildungsorganisation im norddeutschen Raum zu koordinieren.
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| Historische Entwicklung und Standorte
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| Aufstellung: Die Dienststelle wurde erst am 01.02.1945 geschaffen. Sie entstand durch die Umbenennung und Erweiterung des Stabes vom Marineoberkommando Ostsee.
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| Hintergrund: Aufgrund des sowjetischen Vormarsches mussten die Kompetenzen im deutschen Küstenraum neu geordnet werden. Das MOK Nord übernahm die Führung im Bereich der Nordsee und der westlichen Ostsee.
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| Standort: Das Hauptquartier befand sich zuletzt im Raum Sengwarden (bei Wilhelmshaven) und später im Raum Plön/Eutin, in unmittelbarer Nähe zur letzten Reichsregierung unter Karl Dönitz.
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| Ende: Mit der Kapitulation im Mai 1945 wurde das MOK Nord zur Abwicklungsbehörde unter britischer Aufsicht.
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| Relevanz für die U-Boot-Waffe
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| Sicherung der Ausbildung: Das MOK Nord war verantwortlich für den Schutz der verbliebenen Übungsgebiete in der westlichen Ostsee, in denen Kommandanten wie Wilhelm Bergemann oder Paul Berkemann ihre letzten Tests auf den Elektro-U-Booten absolvierten.
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| Operation Regenbogen: Das MOK Nord war die übergeordnete Dienststelle, die die widersprüchlichen Befehle zur Selbstversenkung der U-Boote im Mai 1945 technisch und personell abwickeln musste.
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| Verteidigung der Küste: Es koordinierte den Einsatz von Marine-Schützen-Einheiten, die oft aus überschüssigem Personal der U-Boot-Waffe (z. B. aus aufgelösten Lehrdivisionen) gebildet wurden.
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| Quellenverweise - Bundesarchiv-Militärarchiv (BArch-MA) | Invenio Online-Recherche
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| BArch RM 33 |
Marineoberkommando Nord) – Dies ist der Kernbestand. Er enthält die Kriegstagebücher (KTB) der letzten Kriegsmonate inklusive der Befehle zur Räumung der Stützpunkte.
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| BArch RM 7 |
Seekriegsleitung) – Dokumentiert die Unterstellung des MOK Nord unter die direkte Führung des OKM.
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| BArch PERS 6 |
Personalakten) – Werdegänge von Offizieren, die in den letzten Kriegswochen zum Stab des MOK Nord versetzt wurden.
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| Lexikon der Wehrmacht |
→ Marineoberkommando Nord
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| Literaturverweise
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| Marinedienstvorschrift Nr. 32 |
Bestimmungen für die personelle Verwaltung der Kriegsmarine
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| Lohmann, Walter / Hildebrand, Hans H. |
Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945. (Band 1, Abschnitt: Die großen Kommandobehörden).
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| Georg Tessin |
Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht und Waffen-SS. (Band 14
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| Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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