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Marine-Artillerieabteilung

Aus U-Boot-Archiv Wiki

Datenblatt Marine-Artillerieabteilung Swinemünde
Die Marine-Artillerie-Abteilung Swinemünde (ab 1937 offiziell als Marine-Artillerie-Abteilung 123 bezeichnet) war eine der zentralen Säulen der Küstenverteidigung an der Pommerschen Bucht. Für die U-Boot-Waffe war sie der „Schutzwall“ des Rückwärtigen Gebiets, in dem die Ausbildung und Erprobung neuer Boote stattfand.
Historische Entwicklung und Standorte
Wurzeln: Sie basierte auf den alten Festungsstrukturen der Reichsmarine und wurde mit der Aufrüstung ab 1935 massiv personell und technisch erweitert.
Struktur: Unterstellt dem Küstenbefehlshaber der östlichen Ostsee.
Standorte: Die Batterien waren strategisch um die Swine-Mündung verteilt:
Batterie Goeben: Eine der bekanntesten schweren Batterien (ausgerüstet mit 28-cm-Geschützen).
Batterie Plantage und Batterie Vineta: Zuständig für den Schutz der direkten Hafeneinfahrten.
Batterie Eichstaden: Oft Sitz von Ausbildungskompanien.
Aufgaben und Relevanz für die U-Boot-Waffe
Sicherung der Erprobungshäfen: Swinemünde war ein Haupthafen für die Indienststellung von Booten (insbes. Typ II und VII). Die M.A.A. sicherte die Reeden gegen feindliche Aufklärung und Angriffe aus der Luft und von See.
Flak-Schutz: Neben der schweren Seezielartillerie verfügte die Abteilung über starke Flak-Einheiten, die den Luftraum über den U-Boot-Liegeplätzen und den Übungsgebieten in der Ostsee kontrollierten.
Artilleristische Ausbildung: Viele spätere Geschützführer-Schüler der U-Boot-Waffe absolvierten hier ihre ersten Praktika an schweren Küstengeschützen, um ein Gefühl für Ballistik und Zielansprache zu bekommen.
Logistikpunkt: Die Abteilung koordinierte die Munitionsdepots im Raum Swinemünde, die auch von den auslaufenden U-Booten zur Ergänzung ihrer Deckskanonen-Munition genutzt wurden.
Quellenverweise - Bundesarchiv-Militärarchiv (BArch-MA) | Invenio Online-Recherche
BArch RM 121/458 ff. Marine-Artillerie-Abteilung 123. Dies ist der Kernbestand für die Kriegstagebücher (KTB) und Stammrollen. Hier lassen sich die personellen Besetzungen der einzelnen Batterien bis 1945 nachvollziehen.
BArch RM 45-II Marinedienststellen Ostsee. Dokumentiert die taktische Unterstellung und die Zusammenarbeit mit den U-Boot-Ausbildungsflottillen.
BArch PERS 6 Personalakten. Viele Offiziere der Crew 36 oder 37a begannen ihre Laufbahn in Swinemünde, bevor sie zur U-Boot-Waffe wechselten.
Literaturverweise
Lohmann, Walter / Hildebrand, Hans H. Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945. (Band 2, Abschnitt Marine-Artillerie Ostsee).
Wilhelm Fahrion Die Geschichte der Marine-Artillerie-Abteilung 123. (Spezifische Regimentsgeschichte).
Marinedienstvorschrift Nr. 32 Bestimmungen für die personelle Verwaltung der Kriegsmarine
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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