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KTB U 31 - 5. Unternehmung Seite 15

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08.10.1940
0225 Uhr - 0°, nach Lotung auf 100 m-Linie gefahren, später auf 75 m.
0400 Uhr - Qu. BF 6442 u.
0615 Uhr - Bb. querab ein Licht, nahm an, ein Fischerfahrzeug.
0630 Uhr - Qu. BF 6178 u. BF 6175. Wird mir achteraus ein Schatten gemeldet. Es war also doch kein Fischer. Der Ausguckposten hatten den Schatten schon vorher gesehen, als Felsen angesprochen, und nicht gemeldet, er wurde belehrt. Der Schatten war 2000 m ab und war ein engl. U-Boot vom Typ Seal. Ich nahm zunächst an, er hätte mich nicht gesehen. Als er jedoch in meinem Kielwasser mit hoher Fahrt näher kam, war klar, daß er mich gesehen hatte. 2 Rohre wurden klar gemacht zum Schuß und von Außenbords bewässert. Mit der einen klaren Maschine ging ich auf A.K. Ich glaube nicht, daß der Engländer aus stumpfer Lage schießen würde, bis er auf 500 m Abstand plötzlich nach Bb. ausschor, so daß er mich in Lage 160° hatte und 2 Aale schoß, denen ich auswich. Einer ging 15 m an Stb. parallel zum Boot vorbei, der andere 3 m an Bb. Ich befahl M.G. C/30 klar und erlebte einen Versager, weil durch Lagerung der Magazine an Deck die ersten 3 Patronen sich verschoben hatten und Störung in der Patronenzufuhr verursachten. Das engl. U-Boot schor nach den ersten 2 Fehlschüssen nach Stb. aus und schoß noch 2 Aale, denen ich auswich. Durchgänge wie das vorige Mal. Der linke Aal lief noch etwas dichter am Boot vorbei
Das engl. U-Boot lief dann an meiner Stb. Seite auf. Ich glaubte nun, daß meine Chance kommen würde. Dem war nicht so. Der andere besetzte die Kanone. Nachdem die erste Granate hörbar über den Turm gezischt war, tauchte ich, fiel auf den Grund, da die Rohre von Außenbords bewässert wurden waren. Die entsprechenden Füllungen konnten noch nicht hergestellt werden. Auf 70 m setzte das Boot auf Grund auf. Der Engländer warf dann, dem Geräusch nach zu urteilen, 10 Wasserbomben, es können auch geballte Ladungen von Handgranaten gewesen sein.
Nach etwa 5 Min. tauchte der Engl. in rw. 40° (wurde gehorcht) und begann nach etwa 1 Std. Minen zu werfen. Gehört wurde von dem Werfen ein schnurrendes Geräusch. Ich nahm an, daß er Minen warf, weil er große Fahrt lief, dann stoppte, lotete und danach dieses undefinierbare Geräusch kam. Das wurde 10 mal beobachtet. Sperre von rw. 40° - rw. 280°.
0800 Uhr - Qu. BF 6175 m.
0945 Uhr - Aufgetaucht. Unter Umgehung der vermeintlichen Sperre zu Punkt 2 gelaufen. F.T. abgegeben: Feindl. U-Boot wirft Minen Qu. 6178 und Qu. 6175. Von ihm beschossen. Mit Geleit eingelaufen.
1200 Uhr - Qu. 6173 m.
1600 Uhr - Lorient festgemacht.
Das Boot fuhr auf dieser Reise hauptsächlich als Zielschiff für engl. U-Boote. Wurde dreimal beschossen und bekam insgesamt 7 Aale.

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