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Berlin

Aus U-Boot-Archiv Wiki

Die SMS BERLIN war ein Kleiner Kreuzer der Bremen-Klasse der deutschen Kaiserlichen-, Reichs- und Kriegsmarine.
Der Stapellauf des Kreuzer erfolgte am 22.09.1903 bei der Kaiserlichen Werft in Danzig. Die Indienststellung erfolgte am 04.04.1905.
Das Schiff hatte eine Verdrängung von 3.278 t. Es war 111,10 m lang, 13,39 m breit und hatte einen Tiefgang von 5,53 m. 10 Marinekessel mit 2 3 Zylinder Verbundmaschinen erzeugten eine Leistung von 12.140 PS. Diese konnten das Schiff auf bis zu 23,3 kn (43 km/h) beschleunigen. Die Besatzungsstärke betrug 288 - 349 Mann.
Bewaffnet war die Berlin mit: 10 × Sk 10,5 cm L/40 (1.500 Schuss) Kanonen, 10 × Sk 5,3 cm L/55 Kanonen, 2 × Torpedorohre 450 mm (5 Schuss).
Einsatzgeschichte
Nach dem I. Weltkrieg wurde der Kreuzer im Dezember 1919 wieder fahrbereit gemacht und nach Kiel verlegt, wo er als Schulschiff für Heizer diente. Von 1921 bis 1922 erfolgte auf der Reichsmarinewerft Wilhelmshaven der Umbau zum Schulkreuzer, verbunden mit einer Generalüberholung. Hierbei wurde der alte Rammbug durch einen modernen Kreuzerbug ersetzt. Am 01.07.1922 stellte man die BERLIN als Schulkreuzer der Inspektion des Bildungswesens unter Kapitän zur See Wilfried von Loewenfeld erneut in Dienst. In den folgenden Jahren machte sie zahlreiche Ausbildungsfahrten zu europäischen Häfen, ins Mittelmeer und nach Südamerika. Mit der Indienststellung des neuen Schulkreuzers EMDEN im Oktober 1925 wurde der Kreuzer BERLIN wieder der Flotte im Bereich des Befehlshabers Ostsee zugeteilt. 1927 folgte eine Auslandsfahrt mit der Flotte nach Spanien und Portugal.
Am 01.10.1927 kam der Kreuzer erneut zur Inspektion des Bildungswesens in Hamburg. Es folgte eine Weltreise vom 01.12.1927 bis zum 07.03.1929, welche die BERLIN nach Ostasien und als erstes deutsches Kriegsschiff zehn Jahre nach dem Kriegsende bis Australien führte. Kommandant auf dieser letzten Reise war mit dem Kapitän zur See Hans Kolbe ein ehemaliger Bataillonskommandeur der Marine-Brigade von Loewenfeld. Nach der Rückkehr von dieser Fahrt wurde sie am 27.03.1929 in Kiel außer Dienst gestellt und der Reserveflotte zugeführt. Große Teile der Besatzung wechselten auf den in Ausrüstung befindlichen Leichten Kreuzer KARLSRUHE.
Während des Zweiter Weltkrieges diente die BERLIN, von 1936 bis 1945, als Wohnschiff für die Kriegsmarine in Kiel.
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Kleine Kreuzer BERLIN von der britischen Besatzungsmacht beschlagnahmt und schließlich 1947, mit Gasmunition beladen, im Skagerrak versenkt.
Aus Wikipedia Deutschland → SMS Berlin