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Z 4 Richard Beitzen (Zerstörer)

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Z 4 RICHARD BEITZEN war einer von vier Zerstörern der Klasse Zerstörer 1934. Das Schiff war benannt nach dem Kapitänleutnant Richard Beitzen, der als Chef der 14. Torpedobootshalbflottille im Ersten Weltkrieg fiel.

Der Kiel wurde am 07.01.1935 bei den Deutschen Werken in Kiel gelegt. Nach dem Stapellauf am 30.11.1935, erfolgte am 13.05.1937 die in Dienststellung. Das Schiff war 119.3 m lang, 11.30 m breit und hatte einen Tiefgang von 4.23 m. Er hatte eine Wasserverdrängung von 2.223 t. Bewaffnet war das Schiff mit 5 × 12.7 cm SK C/34 (600 Schuss), 4 × 3.7 cm SK C/30 (8.000 Schuss), 6 × 2-cm-Flak C/30 (12.000 Schuss), 8 × 53.3 cm Torpedorohre (16 Schuss) bis zu 60 Seeminen und Wasserbomben. Außerdem war er mit 1 × Gruppenhorchgerät, 1 × Atlas-Echolot und 1 × Sonar (160° schwenkbar) ausgerüstet. Die Besatzungsstärke betrug 325 Mann.

Am 17.07.1939 lag RICHARD BEITZEN bei schlechter Sicht auf Reede von Wilhelmshaven und wurde vom Flottenbegleiter F 7 am Heck gerammt. Die Schäden waren einen Monat später behoben.

Z 4 RICHARD BEITZEN führte bei Kriegsbeginn zahlreiche Minenunternehmungen in der Nordsee vor der britischen Küste durch. Am 22./23.02.1940 kam die RICHARD BEITZEN als Teil der 1. Zerstörerflottille im Verband des F.d.Z. (Kommodore Bonte) mit fünf anderen Zerstörern beim Unternehmen Wikinger gegen britische Fischdampfer in der Nordsee zum Einsatz. Irrtümlich griffen He 111 der II./KG 26 die ausmarschierenden Zerstörer an und erzielten auf der LEBERECHT MAASS drei Bombentreffer. Bei ihren Ausweichmanövern gerieten die LEBERECHT MAAS und die MAX SCHULTZ in eine britische Minensperre und sanken nach Minentreffern. Nur 60 Mann der LEBERECHT MAASS konnten gerettet werden, den Untergang der MAX SCHULTZ überlebte keiner. Insgesamt verloren 578 Besatzungsmitglieder ihr Leben.

Anschließend wurde die RICHARD BEITZEN nach Brest in Frankreich verlegt, wo sie am 22.10.1940 eintraf. Von Brest aus nahm RICHARD BEITZEN an Unternehmen in der Biscaya und im Ärmelkanal teil. Am 16.03.1941 wurde RICHARD BEITZEN zurück nach Kiel beordert, um überholt zu werden. Von dort wurde der Zerstörer im Juli 1941 nach Kirkenes in Norwegen verlegt und war dann am Überfall auf die sowjetische Besatzung der Insel Kildin beteiligt. RICHARD BEITZEN eskortierte im Januar 1942 das Schlachtschiff TIRPITZ nach Norwegen. Am 25.02.1942 rettete die Besatzung von RICHARD BEITZEN 188 Überlebende des Zerstörers Z 8 BRUNO HEINEMANN, der beim Marsch nach Frankreich auf eine Mine gelaufen war.

Im Februar 1942 unterstützte RICHARD BEITZEN beim Unternehmen Cerberus den Kanaldurchbruch der Schlachtschiffe SCHARNHORST, GNEISENAU und des Schweren Kreuzers PRINZ EUGEN, nahm mit der PRINZ EUGEN am Unternehmen Sportpalast teil und war danach bis Januar 1943 in den Gewässern um Norwegen eingesetzt. Bis Oktober 1943 wurde RICHARD BEITZEN mehrere Monate in Kiel überholt, aber bereits am 27.10.1943 wurde das Boot durch eine Grundberührung beschädigt und musste erneut repariert werden.

Bis kurz vor Kriegsende führte RICHARD BEITZEN Geleitaufgaben durch, bis es am 24.04.1945 durch einen Nahtreffer einer Fliegerbombe schwer beschädigt wurde. Der Zerstörer lief mit 15 Knoten in den Hafen von Oslo ein, wo die Besatzung am 09.05.1945 von der deutschen Kapitulation erfuhr. Nach dem Krieg

Die RICHARD BEITZEN ging am 15.01.1946 als Kriegsbeute an Großbritannien. Das Schiff erhielt zu Versuchen die Kennnummer H 97. 1946 musste es wegen eines verrotteten Schiffsbodens aufgesetzt werden. H 97 wurde 1947 ausgemustert und ab dem 10.01.1949 abgewrackt.