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HMS Chaser (D.32)

Aus U-Boot-Archiv Wiki

Die HMS CHASER (D.32) Geleitflugzeugträger der Attacker-Klasse der britischen Royal Navy. Ursprünglich als Geleitträger der Bogue-Klasse der US-Navy gebaut.
Der Kiel des Geleiträgers wurde am 28.06.1941, eigentlich als Frachtschiff der C3-S-A1- Rumpf MC-162-Klasse mit dem Namen Mormacgulf, bei Ingalls Shipbuilding Corp. in Pascagoula/USA gelegt. Der Stapellauf erfolgte am 19.06.1942 und die Indienststellung, am 09.04.1943, als HMS Chaser.
Das Schiff hatte eine Verdrängung von 14.200 ts. Es war 151,08 m lang, 21,18 m breit und hatte einen Tiefgang von 7,09 m. 2 Foster-Wheeler-Dampfmaschinen mit 1 Allis-Chambers-Turbine erzeugten eine Leistung von 8500-9350 PS. Diese konnten das Schiff auf bis zu 18 kn (33 km/h) beschleunigen. Die Besatzungsstärke betrug 646 Mann.
Bewaffnet war die Chaser mit 2 x 4 - 102 mm Mk. IX Kanonen, 4 x 2 - 40 mm Bofor-Flak, 8 x 2 - 20 mm Oerlikon Flak, 10 x 1 - 20 mm Oerlikon Flak. Außerdem war es ausgerüstet mit Luftziel-Radar Typ 291, Oberflächen-Radar Typ 132, Typ 272 A/S, Typ 86 TBS, Bis zu 24 Flugzeuge.
Einsatzgeschichte
Das Schiff wurde von der United States Navy für den Umbau zu einem Geleitträger der Bogue-Klasse erworben. Der Träger wurde am 09.04.1943, im Rahmen des Lend-Lease-Abkommens an die Royal Navy abgegeben und als Chaser in Dienst gestellt.
Nach der Indienststellung am 09.04.1943 begannen die Abnahmeversuche. Nach Abschluss der Prüfungen ging das Schiff am 23.05.1943 zur Norfolk Navy Yard.
Am 26.05.1943 erfolgte die Einschiffung von 12 Avenger-Flugzeugen der FAA Squadron 845. Am 30.06.1943 lief die Chaser zusammen mit dem Konvoi HX-245 von New York in Richtung Clyde. Am 06.06.1943 verließ der Träger den Konvoi und lief in Richtung Greenock weiter. Am 07.07.1943 erfolgte eine Explosion im Kesselraum und das Schiff mußte nach Rosyth zur Reparatur. Diese dauerte bis in den Oktober 1943. Anschließend ging das Schiff in den Clyde wo 9 Swordfish-Flugzeuge sowie Hurricane-Flugzeuge samt Personal der FAA Squadron 835 eingeschifft wurden.
Am 29.10.1943 wurde der Träger zum Geleitdienst zum Western Approaches Command versetzt. Im November 1943 ging es erneut, zu Reparaturarbeiten in die Werft und die Squadron 835 ging von Bord. Im Januar 1944 wurden 11 Swordfish- und 11 Avenger-Flugzeuge der FAA Squadron 816 eingeschifft. Die Reparaturen dauerten bis Februar 1944. Anschließen erfolgten Tests und Probefahrten.
Am 21.02.1944 stieß die Chaser, von Scapa Flow aus zum Nordmeer-Konvoi JW-57. Am 26.02.1944 verließ die Chaser den Konvoi, verlieb aber weiterhin in diesen Seegebiet. Am 02.03.1944 schloß sich der Geleitträger der Rück-Konvoi RA-57 an, der auf dem Weg nach Loch Ewe war. Am 04.03.1944 beschädigten Swordfisch-Flugzeuge der Squadron 816 U 472, daß sich anschließen beim Näherkommen von Geleitzerstörer selbst versenkt wurde. Am 05.03.1944 versenkte eine Swordfish des Trägers U 366. Am 08.03.1944 wurde die Chaser vom Konvoi abgezogen.
Am 13.03.1944 kollidierte die Chaser mit ihrem Schwesterschiff Attacker und wurde beschädigt Am 14.03.1944 wurde sie zur Reparatur abgeschleppt. Die Reparaturen begannen am 18.03.1944 bei der Dockyard Rosyth. Die Reparaturen Dauerten bis Januar 1945. Nach Abschluss der Reparatur wurde das Schiff, für den Einsatz als Flugzeugtransporter, zur britischen Pazifikflotte versetzt.
Im Februar 1945 wurden 20 Seafire-Flugzeuge. Das Geschwader 899 war für die Pazifikflotte bestimmt. Der Träger lief noch im Februar 1945 aus dem Clyde aus und traf sich am 10.03.1945 mit dem Konvoi KMF-41, der in Richtung Gibraltar unterwegs war. Am 17.03.1945 passierte die Chaser Gibraltar und lief weiter nach Suez. Anschließend durch den Suez-Kanal nach Sydney/Australien, wo es im Mai 1945 ankam. In Sydney war der Träger für die Fleet Train vorgesehen und lief anschließend nach Manus/Admiralitätsinseln, wo es der Task Force 112 beitrat.
Im Mai 1945 nach der Träger Ersatzflugzeuge auf, die er an Flottenträger verteilen sollte. Anschließend marschierte das Schiff nach Leyte, wo es am 14.04.1945 auslief um die Träger neu zu bestücken. Am 18.05.1945 erfolgte die Übergabe von Ersatzflugzeugen und Nachschub an die Flottenträger, beschädigte Flugzeuge wurden aufgenommen. Am 23.05.1945 erfolgte die Übergabe von 10 Flugzeugen an der Flugzeugträger Cootie One. Am 23.05.1945 erfolgten weitere übergaben von Ersatzflugzeugen an die Träger. Danach ging es zurück nach Magnus.
Auch im Juni 1945 wurde der Flugzeugtransport fortgesetzt. Ab Juli 1945 diente die Chaser, zusammen mit der Striker und der Speaker zur Unterstützung der Flottenträger. Am 24.07.1945 lief die Chaser von Magnus aus um, zusammen mit der Spiker und der Ruler, Nachschubgüter und Flugzeuge westlich von Iwo Jima abzugeben.
Im August 1945 kehrte die Chaser mit beschädigten Flugzeugen nach Manus zurück. Der Träger blieb anschließend als Flugzeugtransporte im Einsatzgebiet. Nach dem 11.08.1945 erfolgten keine Flugzeugtransporte mehr. Ab 15.08.1945 wurde die Chaser zur Rückführung der britischen Pazifikflotte, als Truppentransporter eingesetzt.
Die Chaser blieb nach dem Kriegsende im Fernen Osten und wurde für Truppeneinsätze eingesetzt. Nach einer Reparatur in Sydney trat das Schiff die Rückfahrt nach Großbritannien an. Sie wurde ausgelagert und die britische Ausrüstung entfernt, bevor sie in die USA fuhr, um sie an die US-Marine zurückzugeben, sie wurde am 15.05.1946 übergeben. Das Schiff wurde 1948 zur Verwendung als Handelsschiff verkauft und in Aagtekerk. 1967 wurde sie erneut verkauft und hieß ab da E. YUNG. Fünf Jahre später sank das Schiff und wurde 1973 nach seiner Bergung in Kaohsuing abgewrackt.
Übersetzt aus dem englischen aus Wikipedia → HMS Chaser (D.32)