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5. Torpedobootsflottille

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Verband 5. Torpedobootsflottille
Die 5. Torpedobootsflottille wurde am 01.11.1938 in Swinemünde aufgestellt. Ihr Einsatzspektrum reichte von Minenunternehmungen und Handelskrieg in der Nordsee über die Teilnahme an der Norwegen-Invasion bis hin zu schweren Abwehrkämpfen im Westraum. Nach der Vernichtung des ursprünglichen Bootsbestandes während der alliierten Invasion 1944 wurde die Flottille neu aufgefüllt. In der Endphase des Krieges operierte sie in der Ostsee zur Unterstützung des Heeres und zur Sicherung der massiven Evakuierungstransporte. Die Flottille wurde bei Kriegsende im Mai 1945 aufgelöst.
Entstehung, Funktion und Ende
Aufstellung: 01.11.1938 in Swinemünde; Ausrüstung mit Torpedobooten der Raubvogel- und Raubtier-Klasse.
Einsatzräume: Nordsee, Skagerrak, Ärmelkanal (Westraum), später Finnenbusen sowie östliche und mittlere Ostsee.
Aufgabe: Minenlegen (offensiv/defensiv); Geleitschutz; Landzielbeschuss zur Heeresunterstützung; Sicherung von Flüchtlingstransporten.
Ende 1945: Auflösung des Verbandes nach der Gesamtkapitulation im Mai 1945.
Operativer Werdegang & Operationen
1939 – 1940: Nordsee: Defensive Minensperren, Stichfahrten und Handelskrieg.
April 1940: Weserübung: Greif und Seeadler bei Gruppe 4 (Arendal/Kristiansand); Möwe, Albatros und Kondor bei Gruppe 5.
1941 – 1944: Westraum/Nordsee: Offensive Vorstöße und Geleitdienst; ab Juni 1944 Einsatz gegen die Invasion bis zur Vernichtung aller Boote.
1944 – 1945: Ostsee: Heeresunterstützung durch Landzielbeschuss; Sicherung von Truppen- und Flüchtlingstransporten (Unternehmen Hannibal).
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Geleitsicherung: Sicherung der U-Boot-Ansteuerungswege im Ärmelkanal und in der Biskaya gegen britische Zerstörer und Schnellboote.
Ausbildung: Schutz der Erprobungsgebiete in der Ostsee (1944/45), um den U-Boot-Schulbetrieb gegen sowjetische Vorstöße abzuschirmen.
Flankenschutz: Koordination bei gemeinsamen Unternehmungen zur Abwehr feindlicher Überwasserkräfte im Umfeld der U-Boot-Stützpunkte.
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RM 63 Torpedobootsflottillen: Kriegstagebücher, Gefechtsberichte und Verlustmeldungen der 5. T-Flottille.
BArch RM 7 Seekriegsleitung: Akten über die operative Zuweisung der Flottille zu den Kampfgruppen (Weserübung).
BArch PERS 6 Personalakten: Nachweise über die Dienstzeit der Flottillenchefs (u.a. Rieve) und Besatzungsmitglieder.
Literaturverweise
Lohmann / Hildebrand „Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band I, Kapitel Torpedoboote).
Gröner, Erich „Die deutschen Kriegsschiffe 1815–1945“ (Band 2: Torpedoboote und Zerstörer).
Whitley, Mike J. „Zerstörer im Zweiten Weltkrieg“ (Details zu den Einsätzen im Westraum und der Ostsee).
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