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| Datenblatt
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Aufstellungsabteilung Bremen
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| Die Aufstellungsabteilung Bremen fungierte als organisatorische Sammelstelle für Personal und Material im regionalen Zuständigkeitsbereich der Kriegsmarinedienststelle Bremen. Ihre Hauptaufgabe war die administrative Zusammenführung von Soldaten verschiedener Fachrichtungen zu einsatzfähigen Einheiten sowie die Koordination der Erstausrüstung, bevor diese Verbände an ihre endgültigen Einsatzorte oder zu weiterführenden Ausbildungsstellen verlegt wurden.
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| Historischer Kontext & Organisation
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| Aufstellung und Unterstellung: Die Dienststelle wurde im Zuge der Mobilmachung 1939 oder kurz darauf eingerichtet, um den sprunghaft angestiegenen Bedarf an organisierten Truppenteilen im norddeutschen Raum zu bewältigen. Sie unterstand fachlich und administrativ der Kriegsmarinedienststelle Bremen und arbeitete eng mit den örtlichen Schiffsstammabteilungen zusammen.
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| Aufgabenprofil: Die Abteilung war für die "Aufstellung" neuer Einheiten verantwortlich. Dies beinhaltete das Erfassen des eintreffenden Personals, die Einkleidung, die Ausgabe der persönlichen Bewaffnung und Ausrüstung sowie die Führung der ersten Stammrollen. Zudem wurden hier die logistischen Grundlagen für die Verlegung der neu formierten Abteilungen (z. B. Marine-Kraftfahr-Abteilungen oder Sicherungs-Stammabteilungen) geschaffen.
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| Das Schicksal bei Kriegsende: In der Endphase des Krieges am 08.05.1945 dienten die verbliebenen Strukturen der Aufstellungsabteilung oft als Sammelbecken für versprengte Marineteile im Raum Bremen-Bremerhaven. Nach der Besetzung Bremens durch britische Truppen im April 1945 wurde die Dienststelle aufgelöst. Das Personal geriet zumeist in den Lagern im Umland (z. B. Raum Westertimke) in Gefangenschaft.
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| Relevanz für die U-Boot-Waffe
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| Formierung von Baubelehrungen: Bei den großen Bremer Werften (wie Deschimag AG Weser oder Bremer Vulkan) wurden monatlich zahlreiche U-Boote fertiggestellt. Die Aufstellungsabteilung Bremen unterstützte logistisch bei der Zusammenführung der künftigen Besatzungsmitglieder, bevor diese offiziell die Baubelehrung begannen.
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| Ausrüstungshilfe für U-Stammkompanien: Die Abteilung stellte sicher, dass das für die U-Boot-Waffe vorgesehene Personal im Raum Bremen mit der notwendigen Standardausrüstung versehen wurde, bevor die Spezialisierung in den Unterseeboot-Lehrdivisionen begann.
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| Logistik für Stützpunktpersonal: Neben dem schwimmenden Personal koordinierte die Aufstellungsabteilung auch die Formierung von technischem Bodenpersonal (z. B. für die Werftbereitschaften), das später für den Betrieb der U-Boot-Bunkerwerften wie „Valentin“ in Bremen-Farge vorgesehen war.
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| Quellenverweise - Bundesarchiv-Militärarchiv (BArch-MA) | Invenio Online-Recherche
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| B.Arch. RM 50 |
Akten der Kriegsmarinedienststellen (Enthält Berichte über die Organisation und Personalverwaltung im Bereich Bremen).
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| B.Arch. RM 123 |
Akten der Marineschulen und Lehrdivisionen (Belegt die Zuweisungswege des Personals über die Aufstellungsabteilungen).
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| B.Arch. RM 7 |
Unterlagen der Seekriegsleitung (Dokumentiert die logistische Planung für die Neubauprogramme an der Weser).
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| Literaturverweise
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| Lohmann, Walter / Hildebrand, Hans H. |
Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945: Gliederung, Einsatz, Stellenbesetzung. (Band II, Kapitel über die Kriegsmarinedienststellen und Landorganisation).
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| Hildebrand, Hans H. |
Die organisatorische Entwicklung der Marine nebst Stellenbesetzung 1848 bis 1945. (Detaillierte Übersicht der Standorte und administrativen Einheiten im Bereich Nordsee).
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| Tessin, Georg |
Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht und Waffen-SS im Zweiten Weltkrieg 1939–1945. (Band 1, zu den regionalen Dienststellen der Kriegsmarine).
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| Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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