Aktionen

Flak-Schützenlehrgang

Aus U-Boot-Archiv Wiki

Version vom 8. Februar 2026, 15:36 Uhr von Andreas (Diskussion | Beiträge) (Die Seite wurde neu angelegt: „{| style="background-color:#FFFFE0;border-color:black;border-width:3px;border-style:double;width:100%;align:center" |- | || colspan="3" | {| class="wikitable…“)
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Datenblatt Flak-Schützenlehrgang
Ein Flak-Schützenlehrgang war eine fachspezifische Kurzausbildung für Mannschaften und Unteroffiziere, um sie in der praktischen Handhabung, Wartung und Zielansprache leichter und mittlerer Flugabwehrwaffen zu schulen.
Funktion und Ausbildungsinhalte
Waffenkunde: Intensive Einweisung in die Standard-Flakwaffen der Marine (z. B. die 2-cm-Flak 30/38 und die 3,7-cm-Flak). Dies umfasste das Zerlegen, Reinigen und Beheben von Ladehemmungen unter Zeitdruck.
Schießlehre: Vermittlung von Kenntnissen über Vorhaltemaße, Flugzeugerkennung (Freund-Feind-Kennung) und das Schießen auf schnell bewegliche Ziele im Sturz- oder Tiefflug.
Munitionshandhabung: Schulung im Laden von Magazinen, der Handhabung von Leuchtspurmunition und dem Sicherheitsdienst an der Waffe.
Zielgeräte: Ausbildung an einfachen Visieren sowie an komplexeren Rechen- und Zielgeräten zur Verbesserung der Trefferquote.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Abwehr gegen Luftangriffe: In der zweiten Kriegshälfte (ab 1943) war die Luftbedrohung (z. B. durch die Liberator oder Sunderland) die größte Gefahr für U-Boote. Absolventen dieses Lehrgangs bildeten die Flak-Bedienungen auf dem „Wintergarten“.
Spezialisten an Bord: Auf jedem Frontboot gab es mehrere Soldaten (oft aus dem seemännischen Personal), die diesen Lehrgang als Zusatzqualifikation absolviert hatten, um im Falle eines Angriffs sofort die Geschütze besetzen zu können.
Voraussetzung für U-Flak-Boote: Bei speziellen Booten (wie den „Flak-Fallen“) war der erfolgreiche Abschluss dieses Lehrgangs für einen Großteil der Oberdeck-Besatzung zwingend erforderlich.
Quellenverweise - Bundesarchiv-Militärarchiv (BArch-MA) | Invenio Online-Recherche
BArch RM 121 / 142 Lehrpläne und Prüfungsordnungen der Marine-Flakschulen (z. B. Swinemünde oder Misdroy) für Kurzlehrgänge für schwimmendes Personal.
BArch RM 3 / 1024 Dienstvorschriften über die Flak-Ausbildung an Bord und die Qualifikationsvoraussetzungen für Flak-Schützen.
BArch RM 20 / 1215 Akten der Inspektion des Unterseebootwesens zur Verbesserung der Flak-Abwehr auf U-Booten durch gezielte Schützenschulungen.
Literaturverweise
Lohmann, W. / Hildebrand, H. H. Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945. Gliederung, Einsatz, Personal. (Band III, Kapitel zur fachspezifischen Artillerie- und Flakausbildung).
Giesler, Robert Gefechtsdienst auf U-Booten. (Beschreibt die taktische Rolle der Flak-Bedienung und die Bedeutung der Schützenausbildung).
Harnack, Wolfgang Die Verteidigung der Küsten. (Bietet Kontext zur Ausbildungsorganisation der Marine-Flak-Schulen).
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
>>>>U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki<<<<
ubootarchivwiki@gmail.com - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132