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| Datenblatt
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Kompaniefeldwebel
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| Ein Kompaniefeldwebel (umgangssprachlich oft als „Spieß“ oder die „Mutter der Kompanie“ bezeichnet) war die Dienststellung des ranghöchsten und erfahrensten Unteroffiziers einer Kompanie oder einer entsprechenden Einheit an Land.
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| Aufgaben und Funktionen
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| Innere Führung: Er war für die Disziplin, die Ordnung und den täglichen Dienstbetrieb innerhalb der Kompanie verantwortlich. Er überwachte den Appell, die Reinigung der Unterkünfte und das korrekte Auftreten der Soldaten.
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| Administration: Er leitete das Geschäftszimmer (Schreibstube), führte die Urlaubslisten, Stammrollen und war für die Verpflegung sowie die Besoldung der Männer zuständig.
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| Berater des Chefs: Er war der engste Vertraute des Kompaniechefs und beriet diesen in allen personellen und disziplinarischen Fragen der Mannschaft und der jüngeren Unteroffiziere.
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| Erkennungszeichen: Der Kompaniefeldwebel trug an beiden Ärmeln des Waffenrocks zwei parallel verlaufende silberne Tressen (die sogenannten „Kolbenringe“). Zudem trug er meist die „Meldetasche“ am Koppel.
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| Relevanz für die U-Boot-Waffe
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| An Land: In den U-Boots-Lehrdivisionen oder den Schiffsstammabteilungen war der Kompaniefeldwebel dafür verantwortlich, dass die Rekruten und U-Boot-Schüler administrativ korrekt geführt und für ihre Bordkommandos vorbereitet wurden.
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| Bord-Äquivalent: Auf Schiffen und U-Booten entsprach diese Funktion der Dienststellung des Wachtmeisters. Da ein U-Boot organisch wie eine Kompanie geführt wurde, übernahm dort der Wachtmeister (meist ein Oberbootsmann oder Oberfeldwebel) die Rolle des „Spießes“.
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| Quellenverweise - Bundesarchiv-Militärarchiv (BArch-MA) | Invenio Online-Recherche
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| BArch PERS 6 |
Personalakten. Belegt Dienststellungen wie „als Kompaniefeldwebel zur 9. S.S.A. kommandiert“.
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| BArch RM 121 |
Schiffsstammabteilungen. In den Akten der Abteilungen finden sich die von den Kompaniefeldwebeln gezeichneten Tagesbefehle und Listen.
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| BArch RHD 18 |
M.Dv. 32. Die Personalordnung definiert die Voraussetzungen für die Ernennung zum Kompaniefeldwebel (meist langjährige Erfahrung als Feldwebel).
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| Literaturverweise
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| Lohmann, Walter - Hildebrand, Hans H. |
Die deutsche Kriegsmarine 1939-1945. Band 2, Abschnitt Personalwesen.
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| Schlicht, Adolf - Angolia, John R. |
Die deutsche Wehrmacht. Band 2: Die Kriegsmarine. (Details zu den Rangabzeichen „Kolbenringe“).
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| Absolon, Rudolf |
Die Wehrmacht im Dritten Reich. (Grundlagen zur inneren Führung und den Aufgaben des Spießes).
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| Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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