Aktionen

Marineoberkommando Ost

Aus U-Boot-Archiv Wiki

Version vom 12. März 2026, 17:06 Uhr von Andreas (Diskussion | Beiträge)
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Verband Marineoberkommando Ostsee (MOK Ost)
Das Marineoberkommando Ostsee ging am 01.02.1943 aus der vormaligen Marinestation der Ostsee hervor. Mit dieser Umbenennung wurde der Kommandierende Admiral zum Oberbefehlshaber erhoben. Im Zuge einer umfassenden Reorganisation im Jahr 1943 wurden spezialisierte Teilstäbe gebildet, darunter die Marineoberbaudirektion (Hafen-, Strom- und Hochbau) sowie ein Oberverwaltungsstab. Die Admiralstabsabteilung wurde zudem in einen Führungsstab und einen Oberquartiermeisterstab unterteilt, um die operativen und logistischen Aufgaben in der Ostsee angesichts der veränderten Kriegslage effizienter zu koordinieren.
Entstehung, Funktion und Aufgaben
Aufstellung: 01.02.1943 durch Umwandlung der Marinestation der Ostsee (Kiel).
Aufgabe: Territoriale und operative Führung im Ostseeraum; Küstenverteidigung; Ausbildungswesen.
Unterstellung: Oberkommando der Marine (OKM).
Ende 1945: Mai 1945; Auflösung nach der Gesamtkapitulation.
Spezifische Merkmale
Teilstäbe: Marineoberbaudirektion; Oberverwaltungsstab (ex Intendantur Kiel); Führungsstab.
Führung: Oberbefehlshaber (z. B. Admiral Hubert Schmundt, Admiral Oskar Kummetz).
Kompetenz: Zuständig für die gesamte Infrastruktur, Werftbelegungen und das Ersatzwesen im Osten.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Ausbildung: Fachliche Aufsicht über die Ausbildungseinrichtungen und U-Lehrdivisionen in der Ostsee.
Stützpunkte: Logistische Absicherung der U-Boot-Stützpunkte von Kiel bis Gotenhafen/Pillau.
Evakuierung: Organisation der Rückzugsbewegungen von U-Boot-Personal aus den Ostgebieten 1945.
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RM 33 Marineoberkommando Ostsee: Akten über die Organisation und Geschäftsverteilung.
BArch PERS 6 Personalakten: Werdegänge der Admirale und Stabsoffiziere des MOK Ost.
BArch RM 7 Seekriegsleitung: Berichte über die operative Lage im Ostseeraum 1943–1945.
Literaturverweise
Lohmann / Hildebrand „Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band I: Die Landorganisation).
Wegner, Günter „Stellenbesetzung der deutschen Marine 1848–1945“.
Koop / Schmolke „Die deutschen Marinestützpunkte“ (Kapitel: Kiel / Ostsee).
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
ubootarchivwiki@gmail.com - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132