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16. Minensuchflottille

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Verband 16. Minensuchflottille
Die 16. Minensuchflottille wurde am 05.10.1939 für den Sicherungsdienst in der Nordsee aufgestellt. Im weiteren Kriegsverlauf dehnte sich ihr Einsatzgebiet auf die Küsten vor Holland und Frankreich aus. Die Flottille war maßgeblich an der Sicherung der Seewege und der Minenabwehr in den besetzten Westgebieten beteiligt. Im Januar 1943 wurde der Verband aufgelöst. Die erfahrenen Besatzungen bildeten im Anschluss den personellen Grundstock für die neu aufgestellte 26. Minensuchflottille.
Entstehung, Funktion und Ende
Aufstellung: Formiert am 05.10.1939; operativ den wechselnden Sicherungsdivisionen in der Nordsee und im Westen unterstellt.
Einsatzraum: Zunächst Nordsee; ab 1940 niederländische Küste und später die nord- und westfranzösische Kanalküste sowie Biskaya.
Aufgabe: Minensuch- und Räumdienste; Geleitschutz für Küstentransporte; Vorpostendienst und Sicherung der minenfreien Zwangswege.
Ende 1943: Auflösung im Januar 1943; Überführung des Personals und der Kapazitäten in die 26. Minensuchflottille.
Operationen
1939 – 1940: Sicherungsdienst in der Nordsee (Deutsche Bucht und Nordfriesische Inseln).
1940 – 1943: Sicherungsdienst vor Holland und später vor Nord- und Westfrankreich (Ärmelkanal und Biskaya-Ansteuerungen).
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Wegesicherung: Freihaltung der Ansteuerungswege für die U-Boot-Stützpunkte an der französischen Westküste (z.B. Brest und Lorient).
Geleitschutz: Sicherung auslaufender U-Boote durch die gefährdeten Küstengewässer des Kanals gegen britische Minensperren und Schnellboote.
Personaltransfer: Die in der 16. M-Flottille gewonnenen Erfahrungen in der Minenabwehr flossen über den Personalstamm in die Sicherung der U-Boot-Reviere ein.
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RM 61 Minensuchflottillen: Kriegstagebücher und Akten über die Einsätze der 16. Minensuchflottille in der Nordsee und im Westen.
BArch RM 54 Sicherungsstreitkräfte West: Unterlagen zur operativen Unterstellung und den Geleitzugaufgaben vor Holland und Frankreich.
BArch PERS 6 Personalakten: Nachweise über die Dienstzeit der Besatzungen beim Übergang zur 26. Minensuchflottille.
Literaturverweise
Lohmann / Hildebrand „Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band I, Kapitel Sicherungsstreitkräfte: Minensuchflottillen).
Wegner, Günter „Stellenbesetzung der deutschen Marine 1848-1945“ (Chronologie der Flottillenchefs der 16. M-Flottille).
Lenton, H.T. „German Warships of the Second World War“ (Details zur Ausrüstung der Minensuchverbände im Westen).
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