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Nachrichtenlehrgang für Fähnriche: Unterschied zwischen den Versionen

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| colspan="3" | Nach Abschluss des Lehrgangs war der Offizier (oft als [[II. Wachoffizier]]) an Bord eines Bootes vom Typ VII C für den gesamten Nachrichtendienst verantwortlich. Er war der direkte Vorgesetzte der Funkmeister und Funkmaaten und bürgte für die korrekte Abwicklung des geheimen Schriftverkehrs und der Funkmeldungen.
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Aktuelle Version vom 9. Februar 2026, 10:00 Uhr

Datenblatt Nachrichtenlehrgang für Fähnriche
Der Nachrichtenlehrgang für Fähnriche zur See war ein obligatorischer Bestandteil der Offiziersausbildung. Er diente dazu, die Offiziersanwärter in die komplexen Kommunikations- und Signalverfahren der Kriegsmarine einzuführen, bevor sie ihren Dienst als Wachoffiziere auf U-Booten antraten.
Ausbildungsziel und Standorte
Das Ziel war die Beherrschung aller taktischen Nachrichtenverbindungen zwischen Schiffen, Landstellen und Flugzeugen.
Hauptstandort: Die Ausbildung fand zentral an der Marinenachrichtenschule in Flensburg-Mürwik statt.
Dauer: Der Lehrgang für Fähnriche dauerte in der Regel vier bis sechs Wochen, wobei die Zeitvorgaben gegen Kriegsende oft gestrafft wurden.
Lehrinhalte und Signalwesen
Die Fähnriche wurden sowohl in traditionellen als auch in modernen nachrichtentechnischen Verfahren geschult:
Optisches Signalwesen: Beherrschung des Winkens (Flaggenalphabet) und des Lichtmorsens mittels Signalscheinwerfern. Diese lautlose Kommunikation war für U-Boote bei der Marschfahrt in Gruppen (Wolfsrudel) lebenswichtig.
Funktechnik: Grundlegende Einweisung in die Bedienung der Kurzwellen- und Ultrakurzwellen-Sender. Ein Schwerpunkt lag auf der Funkdisziplin, um die Ortung durch den Gegner zu verhindern.
Verschlüsselung: Praktisches Training an der Schlüsselmaschine Enigma (M-Serie). Die Fähnriche lernten das korrekte Verschlüsseln von Funksprüchen und den Umgang mit den täglich wechselnden Schlüsseltafeln.
Taktische Nachrichtenübermittlung
Ein wesentlicher Teil des Lehrgangs befasste sich mit der taktischen Auswertung:
Signalbuch für die Kriegsmarine: Auswendiglernen der wichtigsten taktischen Gruppenzeichen, um Befehle des Führers der Unterseeboote sofort ohne langes Nachschlagen zu verstehen.
Zusammenhang zur Ortung: Es gab Überschneidungen zum Ortungslehrgang, da die Fähnriche lernen mussten, wie sie die Ergebnisse der Funkmessbeobachtung (Radarwarnung) in standardisierte Meldungen fassten.
Bedeutung für das Bordleben
Nach Abschluss des Lehrgangs war der Offizier (oft als II. Wachoffizier) an Bord eines Bootes vom Typ VII C für den gesamten Nachrichtendienst verantwortlich. Er war der direkte Vorgesetzte der Funkmeister und Funkmaaten und bürgte für die korrekte Abwicklung des geheimen Schriftverkehrs und der Funkmeldungen.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Kommunikationssicherheit: Für spätere U-Boot-Männer war dieser Lehrgang die Basis, um die strengen Funkstille-Vorschriften und die Mechanismen der Funkführung durch den B.d.U. zu verstehen.
Spezialisierung zum II. W.O.: Da der II. Wachoffizier auf U-Booten meist der Nachrichtenoffizier war, bildete dieser Lehrgang die zwingende Voraussetzung für die Übernahme dieser verantwortungsvollen Position (Verwaltung der Schlüsselmittel).
Personalhistorische Einordnung: In den Stammrollen (BArch RM 121/642) kennzeichnet dieser Lehrgang den Übergang von der akademischen Ausbildung zur praktischen waffentechnischen Spezialisierung.
Quellenverweise - Bundesarchiv-Militärarchiv (BArch-MA) | Invenio Online-Recherche
BArch RM 121 / 142 Lehrpläne und Prüfungsrichtlinien der Marinenachrichtenschule Mürwik für Offizierslehrgänge.
BArch RM 3 / 1024 Dienstvorschriften über die Nachrichtenausbildung der Offiziersanwärter (1939–1945).
BArch RM 121 / 642 Stammrollen der Fachschulen, die die Zuweisung der Fähnriche (z. B. Crew 39) dokumentieren.
Literaturverweise
Giessler, Helmuth Der Marine-Nachrichten- und Ortungsdienst. (Standardwerk zur Entwicklungsgeschichte und Ausbildung im Nachrichtenwesen).
Lohmann, W. / Hildebrand, H. H. Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945. (Band III, Kapitel zu den Nachrichtenschulen).
Hildebrand, Hans H. Die deutschen Kriegsschiffe: Biographien. (Bietet Kontext zur Bedeutung der Nachrichtenübermittlung im Seekrieg).
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