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Personalreserve: Unterschied zwischen den Versionen

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| colspan="3" | Die Personalreserve umfasst die Gesamtheit aller auf nicht strukturgebundenen Dienstposten für Reservisten Beorderter. Für die Beorderung kommen ausschließlich Freiwillige in Frage. Die Personalreserve ist eine planerische Vorsorge zur Kompensation von fehlendem Personal oder der Deckung temporär erhöhten Bedarfs zur Steigerung der Einsatzbereitschaft und Durchhaltefähigkeit von Truppenteilen und Dienststellen, denen hierfür Reservisten zugeordnet werden. Sie trägt darüber hinaus zur Erhaltung der unverzichtbaren Fähigkeit zur Rekonstitution bei. Die Personalreserve besteht aus Offizieren, Unteroffizieren sowie den Anwärtern dieser Laufbahnen sowie im erforderlichen Umfang aus Mannschaften. Spezialisten werden vorrangig in der Personalreserve beordert.
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Aktuelle Version vom 30. Januar 2026, 13:42 Uhr

Datenblatt Personalreserve
In der Kriegsmarine bezeichnete die Personalreserve (oft auch als Stammreserve oder Verfügungsbereitschaft bezeichnet) den Pool an Soldaten und Offizieren, die ihre Ausbildung abgeschlossen hatten, aber noch keinem festen Bordkommando oder einer Dienststelle zugewiesen waren.
Funktion und Zweck der Personalreserve
Die Personalreserve diente als personeller Puffer, um Verluste auszugleichen oder die Besatzungen für Neubauten (wie den Typ XXI) kurzfristig zusammenzustellen.
Auffangbecken: Soldaten, die von einem zerstörten Schiff kamen oder deren Boot (beispielsweise ein Typ VII C) außer Dienst gestellt wurde, wurden zunächst in die Personalreserve ihrer jeweiligen Stammabteilung oder Flottille versetzt.
Wartezeit: Während der Zeit in der Reserve wurden die Männer für kurzfristige Kommandos, Wachdienste an Land oder als Vertretung bei Urlaubern eingesetzt.
Die Personalreserve in der Ausbildung
Für Offiziere und Spezialisten war die Personalreserve oft eine Zwischenstation zwischen zwei Lehrgängen:
Lehrgangsfolge: Ein Offizier konnte nach dem Nachrichtenlehrgang für einige Wochen in die Personalreserve versetzt werden, bis sein Platz im U-Wachoffizierslehrgang frei wurde.
Zuweisung zur Baubelehrung: Die Zusammenstellung einer neuen Besatzung erfolgte meist aus der Personalreserve der zuständigen Unterseeboots-Lehr-Division. Hier wurden die Männer gesammelt, bevor sie gemeinsam zur Werft reisten.
Verwaltung und Standorte
Die Personalreserve wurde von den Schiffsstammabteilungen oder den Stäben der Unterseeboots-Flottillen verwaltet.
Mobilität: Ein Soldat in der Personalreserve musste jederzeit damit rechnen, innerhalb von vierundzwanzig Stunden zu einem neuen Einsatzort abkommandiert zu werden.
Besonderheit U-Boot-Waffe: Aufgrund der hohen Verluste ab dem Jahr 1943 war die Personalreserve der U-Boot-Waffe ständig gefordert, um die Einsatzbereitschaft der verbleibenden Boote durch Zuweisung erfahrener Obermatrosen oder Wachoffiziere zu sichern.
Quellenangabe
Bundesarchiv Signatur RM 91 Listen über die Stärken der Personalreserven innerhalb der Lehr-Divisionen.
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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