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Rekrut: Unterschied zwischen den Versionen

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| colspan="3" | Diese Männer begannen ihre Zeit in einer Schiffsstammabteilung (SStA). Sie blieben dort als Rekruten, bis sie ihre infanteristische Grundausbildung abgeschlossen hatten. Erst danach wurden sie zu Spezialschulen (z. B. für Funker, Maschinisten oder Torpedogasten) und schließlich zur U-Boot-Waffe (ULDs) versetzt.
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| colspan="3" | Infanteristische Grundausbildung: Sie verbrachten die ersten ca. 3 Monate in einer Seekadetten-Abteilung (meist in Stralsund auf dem Dänholm).
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| colspan="3" | M.Dv. Nr. 400: Ausbildungsbestimmungen für die Flotte (AfF). Hier finden sich die Zeitpläne, wie lange ein Soldat den Status „Rekrut“ behalten durfte, bevor er zur Fachausbildung (z. B. U-Boot-Schule) überwiesen wurde.
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| colspan="3" | M.Dv. Nr. 280: Bekleidungs- und Ausrüstungsordnung. Dokumentiert die Ausstattung eines Rekruten (z. B. den blauen „Kieler“ Anzug vs. den grauen Drillich für den Exerzierplatz).
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Aktuelle Version vom 29. Januar 2026, 14:42 Uhr

Rekrut → Gefreiter

Datenblatt Rekrut
In der Kriegsmarine war der Rekrut die Bezeichnung für den Soldaten im ersten Stadium seiner Grundausbildung. Dieser Begriff beschrieb weniger einen festen militärischen Dienstgrad (wie Matrose), sondern vielmehr einen Ausbildungsstatus. Der Status Rekrut war das Nadelöhr, durch das jeder gehen musste. Der Unterschied lag nur darin, wo sie geschliffen wurden (Schiffsstammabteilung für Mannschaften vs. Kadetten-Abteilung für Offiziere).
Im Sinne der militärischen Basis-Transformation begann absolut jeder – vom einfachen Matrosen bis zum späteren Ritterkreuzträger – als Rekrut. Die Kriegsmarine kannte hier keine Ausnahme vom Prinzip „Soldat-Sein von der Pike auf“.
Definition und Status
Ein Rekrut war ein „Soldat in der Ausbildung“, der seine Infanteristische Grundausbildung (meist 3 Monate, im Krieg verkürzt auf 6–8 Wochen) absolvierte.
Dienstgrad: Formell trugen Rekruten zu Beginn oft noch keinen Dienstgrad oder wurden als Matrosen-Anwärter geführt. Nach Abschluss der Grundausbildung erfolgte die Ernennung zum Matrosen (bzw. dem entsprechenden technischen Äquivalent).
Kennzeichnung: In den ersten Wochen trugen Rekruten oft noch keine Laufbahnabzeichen, sondern lediglich die einfache Marineuniform (oft das „Päckchen“ oder den Drillich).
Der Weg des U-Boot-Rekruten
Für jemanden, der später zur U-Boot-Waffe wollte, war die Zeit als Rekrut der erste Filter:
Stammabteilung: Rekruten wurden zunächst einer Schiffsstammabteilung (SStA) zugewiesen (z. B. in Stralsund, Eckernförde oder auf Sylt).
Inhalte: Die Ausbildung war paradoxerweise sehr landorientiert: Exerzieren, Schießausbildung mit dem Karabiner 98k, Formaldienst und infanteristisches Verhalten im Gelände.
Marine-Spezifik: Parallel dazu gab es erste theoretische Unterweisungen in Seemannschaft, Knotenkunde und die berühmte „Backschaft“ (Dienst in der Messe).
Besonderheit: Offizieranwärter (Crews)
Auch die Angehörigen der von Ihnen recherchierten Crews 37 und 38 begannen als Rekruten.
Ihre Grundausbildung fand oft bei der Dänholm-Stammabteilung in Stralsund statt.
Hier wurde der „Zivilist“ zum Soldaten geformt, bevor es auf die Schulschiffe oder an die Marineschule Mürwik ging.
Ende der Rekrutenzeit
Die Rekrutenzeit endete offiziell mit der Vereidigung. Danach verlor der Soldat den Status des „Rekruten“ und wurde in die Fachausbildung (z. B. an die 2. U.L.D.) überwiesen, wo er dann als Matrose, Gast oder Kadett geführt wurde.
In Personalakten finden Sie oft den Vermerk „vorgemerkt für U-Boot-Lehrgang nach Abschluss der Rekrutenzeit“. Dies zeigt, dass die physische und psychische Belastbarkeit bereits in dieser frühen Phase durch die Ausbilder der Stammabteilungen geprüft wurde.
Die Laufbahn der Mannschaften
Diese Männer begannen ihre Zeit in einer Schiffsstammabteilung (SStA). Sie blieben dort als Rekruten, bis sie ihre infanteristische Grundausbildung abgeschlossen hatten. Erst danach wurden sie zu Spezialschulen (z. B. für Funker, Maschinisten oder Torpedogasten) und schließlich zur U-Boot-Waffe (ULDs) versetzt.
Die Offizieranwärter (Crews)
Auch die Angehörigen der Crews 37 und 38 starteten als Rekruten, allerdings in einem speziellen Rahmen:
Infanteristische Grundausbildung: Sie verbrachten die ersten ca. 3 Monate in einer Seekadetten-Abteilung (meist in Stralsund auf dem Dänholm).
Status: In dieser Zeit waren sie rechtlich Rekruten, wurden aber intern bereits als Offizieranwärter geführt.
Symbolik: Das „Schleifen“ auf dem Exerzierplatz in Stralsund sollte sicherstellen, dass auch der künftige Offizier den harten Dienst des einfachen Matrosen aus eigener Erfahrung kannte.
Die Seiteneinsteiger (Ingenieure/Spezialisten)
Selbst hochqualifizierte Ingenieure, die als Offizieranwärter zur Marine kamen (wichtig für Ihre Recherche zu den Wach-Ingenieuren), mussten durch die Rekrutenzeit. Niemand durfte an Bord eines U-Bootes oder an die Marineschule Mürwik, ohne vorher als Rekrut das militärische Handwerk (Waffe, Disziplin, Ordnung) gelernt zu haben.
Warum war das für U-Boote so wichtig?
Auf dem extrem engen Raum eines U-Bootes war die disziplinarische Basis, die in der Rekrutenzeit gelegt wurde, überlebenswichtig. Ein „Rekrut“, der das Prinzip von Befehl und Gehorsam oder die absolute Sauberkeit (wichtig zur Seuchenprävention an Bord) in der Grundausbildung nicht verinnerlicht hatte, galt als Sicherheitsrisiko für das gesamte Boot.
Quellenangabe
M.Dv. Nr. 130: Infanteristische Ausbildung in der Kriegsmarine. Dies war die „Bibel“ für jeden Rekrutenausbilder. Sie beschreibt exakt, was ein Rekrut an der Waffe (Karabiner 98k) und im Gelände lernen musste.
M.Dv. Nr. 400: Ausbildungsbestimmungen für die Flotte (AfF). Hier finden sich die Zeitpläne, wie lange ein Soldat den Status „Rekrut“ behalten durfte, bevor er zur Fachausbildung (z. B. U-Boot-Schule) überwiesen wurde.
M.Dv. Nr. 280: Bekleidungs- und Ausrüstungsordnung. Dokumentiert die Ausstattung eines Rekruten (z. B. den blauen „Kieler“ Anzug vs. den grauen Drillich für den Exerzierplatz).
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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