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Ritterkreuz des Leopold-Ordens: Unterschied zwischen den Versionen

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| colspan="2" | Der österreichisch-kaiserliche Leopold-Orden wurde am 08.01.1808 durch Kaiser Franz I. gestiftet. Das Ritterkreuz war eine der exklusivsten Auszeichnungen für Offiziere der k.u.k. Armee und Marine. Es wurde für hervorragende Verdienste um das Herrscherhaus und das Vaterland sowie für außerordentliche Taten im Krieg verliehen. Die Beigabe der Kriegsdekoration (Lorbeerkranz) und der Schwerter kennzeichnete die Verleihung für unmittelbare Tapferkeit vor dem Feind. In der Kriegsmarine wurde das Tragen dieses hohen Ordens jenen Offizieren gestattet, die ihn im Ersten Weltkrieg erworben hatten. Er rangierte in der Hierarchie der Auszeichnungen weit oben und dokumentierte eine herausgehobene Stellung des Trägers.
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| colspan="2" | Der Leopold-Orden wurde im Laufe der Zeit (insbesondere 1901 und 1914) in seiner Struktur erweitert, um den Anforderungen des modernen Kriegswesens und der staatlichen Verwaltung gerecht zu werden. Die Verleihung der höheren Klassen an deutsche Marineoffiziere (z. B. Großadmirale oder Befehlshaber) diente oft der Dokumentation der engen bündnispolitischen und militärischen Verbundenheit zwischen dem Deutschen Reich und Österreich-Ungarn.
 
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! colspan="3" | Die vier Ordensklassen
 
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| Form: || colspan="3" | Ein rot emailliertes, weiß bordiertes Tatzenkreuz mit goldener Einfassung.
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| Großkreuz: || colspan="3" | Höchste Stufe; bestehend aus dem Kleinod am Schulterband sowie einem achtstrahligen Bruststern.
 
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| Medaillon: || colspan="3" | Avers: Die Initialen des Stifters "F.I." (Franciscus I.) im roten Feld. Revers: Wahlspruch "INTEGRITATI ET MERITO".
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| I. Klasse: || colspan="3" | Eingeführt 1901; Halskreuz und ein vierstrahliger Bruststern (zwischen Großkreuz und Komtur).
 
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| Kriegsdekoration: || colspan="3" | Ein grün emaillierter Lorbeerkranz, der unter den Kreuzarmen hervorsieht.
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| Komturkreuz: || colspan="3" | Als Halsdekoration getragen; ohne zusätzlichen Bruststern.
 
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| Schwerter: || colspan="3" | Gekreuzte goldene Schwerter auf dem Band oder zwischen Kreuz und Krone.
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| Ritterkreuz: || colspan="3" | Am dreieckig gefalteten Band an der linken Brustseite getragen (die am häufigsten bei U-Boot-Kommandanten zu findende Stufe).
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| Überhöhung: || colspan="3" | Das Kreuz ist mit der kaiserlichen österreichischen Rudolfskrone (Hauskrone) überhöht.
 
 
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! colspan="3" | Spezifische Merkmale
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! colspan="3" | Zusätze und Dekorationen
 
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| Band: || colspan="3" | Hochrot mit weißen Randstreifen (bei Friedensverleihung) oder das gestreifte Tapferkeitsband.
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| Kriegsdekoration: || colspan="3" | Ein grüner Lorbeerkranz (KD), der bei allen Klassen für Verdienste im Felde oder zur See beigefügt werden konnte.
 
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| Status: || colspan="3" | Mit der Verleihung war bis 1884 die Erhebung in den erblichen Ritterstand verbunden.
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| Schwerter: || colspan="3" | Gekreuzte Schwerter auf dem Band oder dem Kreuz für unmittelbare Tapferkeit vor dem Feind (eingeführt 1916).
 
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| Trageweise: || colspan="3" | Am dreieckig gefalteten Band an der linken Brustseite (Ritterkreuz-Klasse).
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| Kleine Dekoration: || colspan="3" | Miniatur des höheren Ordenszeichens auf dem Band des Ritterkreuzes (zur Erleichterung des Tragens im Felde).
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| Traditionskader: || colspan="3" | Getragen von hochdekorierten Seeoffizieren der k.u.k. Marine, die später in der Kriegsmarine dienten.
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| Hierarchie: || colspan="3" | Ein Ritterkreuz des Leopold-Ordens rangierte über dem k.u.k. Militärverdienstkreuz III. Klasse.
 
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| Dokumentation: || colspan="3" | Vermerk in den Personalakten (PERS 6) als "Österr. Leopolds-Orden - R m. KD u. Schw.".
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| Admirale: || colspan="3" | Höhere Klassen (Großkreuz/I. Klasse) wurden oft an deutsche Flottenchefs als Ehrengabe verliehen.
 
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| Prestige: || colspan="3" | Der Orden galt aufgrund seiner Seltenheit als Zeichen höchster persönlicher Tapferkeit und Führungskunst.
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| Dokumentation: || colspan="3" | In der Kriegsmarine-Stammrolle wurde jede Klasse präzise mit ihren Zusätzen (KD und Schwerter) vermerkt.
 
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| BArch RM 8 || colspan="3" | Marinepersonalamt: Akten über die Rangfolge und Trageweise hoher ausländischer Orden.
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| BArch RM 8 || colspan="3" | Marinepersonalamt: Bestimmungen über die Klassen und Rangfolgen ausländischer Orden (M.Dv. 32).
 
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| BArch PERS 6 || colspan="3" | Personalakten: Werdegänge von Admiralen und Stabsoffizieren mit k.u.k. Orden.
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| BArch PERS 6 || colspan="3" | Personalakten: Werdegänge mit den Beförderungen innerhalb der Ordensklassen des Leopold-Ordens.
 
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| BArch RM 7 || colspan="3" | Seekriegsleitung: Akten zur Traditionspflege und diplomatischen Ordensangelegenheiten.
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| BArch RM 7 || colspan="3" | Seekriegsleitung: Akten über die protokollarische Verleihung hoher Klassen an deutsche Offiziere.
 
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| Steiner, Jörg C. || colspan="3" | „Der kaiserlich österreichische Leopold-Orden“ (Standardwerk zur Ordensgeschichte).
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| Steiner, Jörg C. || colspan="3" | „Der kaiserlich österreichische Leopold-Orden“ (Detaillierte Klassenbeschreibung).
 
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| Lohmann / Hildebrand || colspan="3" | „Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band II, Kapitel: Orden und Ehrenzeichen).
 
| Lohmann / Hildebrand || colspan="3" | „Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band II, Kapitel: Orden und Ehrenzeichen).
 
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| Nimmergut, Jörg || colspan="3" | „Handbuch Deutsche Orden“ (Sektion: Ehemalige Monarchien).
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| Nimmergut, Jörg || colspan="3" | „Deutsche Orden und Ehrenzeichen“ (Kapitel: Klassensysteme ehemaliger Monarchien).
 
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Aktuelle Version vom 10. März 2026, 17:25 Uhr

Klasseneinteilung Leopold-Orden
Der Leopold-Orden wurde im Laufe der Zeit (insbesondere 1901 und 1914) in seiner Struktur erweitert, um den Anforderungen des modernen Kriegswesens und der staatlichen Verwaltung gerecht zu werden. Die Verleihung der höheren Klassen an deutsche Marineoffiziere (z. B. Großadmirale oder Befehlshaber) diente oft der Dokumentation der engen bündnispolitischen und militärischen Verbundenheit zwischen dem Deutschen Reich und Österreich-Ungarn.
Die vier Ordensklassen
Großkreuz: Höchste Stufe; bestehend aus dem Kleinod am Schulterband sowie einem achtstrahligen Bruststern.
I. Klasse: Eingeführt 1901; Halskreuz und ein vierstrahliger Bruststern (zwischen Großkreuz und Komtur).
Komturkreuz: Als Halsdekoration getragen; ohne zusätzlichen Bruststern.
Ritterkreuz: Am dreieckig gefalteten Band an der linken Brustseite getragen (die am häufigsten bei U-Boot-Kommandanten zu findende Stufe).
Zusätze und Dekorationen
Kriegsdekoration: Ein grüner Lorbeerkranz (KD), der bei allen Klassen für Verdienste im Felde oder zur See beigefügt werden konnte.
Schwerter: Gekreuzte Schwerter auf dem Band oder dem Kreuz für unmittelbare Tapferkeit vor dem Feind (eingeführt 1916).
Kleine Dekoration: Miniatur des höheren Ordenszeichens auf dem Band des Ritterkreuzes (zur Erleichterung des Tragens im Felde).
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Hierarchie: Ein Ritterkreuz des Leopold-Ordens rangierte über dem k.u.k. Militärverdienstkreuz III. Klasse.
Admirale: Höhere Klassen (Großkreuz/I. Klasse) wurden oft an deutsche Flottenchefs als Ehrengabe verliehen.
Dokumentation: In der Kriegsmarine-Stammrolle wurde jede Klasse präzise mit ihren Zusätzen (KD und Schwerter) vermerkt.
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RM 8 Marinepersonalamt: Bestimmungen über die Klassen und Rangfolgen ausländischer Orden (M.Dv. 32).
BArch PERS 6 Personalakten: Werdegänge mit den Beförderungen innerhalb der Ordensklassen des Leopold-Ordens.
BArch RM 7 Seekriegsleitung: Akten über die protokollarische Verleihung hoher Klassen an deutsche Offiziere.
Literaturverweise
Steiner, Jörg C. „Der kaiserlich österreichische Leopold-Orden“ (Detaillierte Klassenbeschreibung).
Lohmann / Hildebrand „Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band II, Kapitel: Orden und Ehrenzeichen).
Nimmergut, Jörg „Deutsche Orden und Ehrenzeichen“ (Kapitel: Klassensysteme ehemaliger Monarchien).
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