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361. K - Flottille: Unterschied zwischen den Versionen

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Aktuelle Version vom 9. März 2026, 10:15 Uhr

Verband 361. K-Flottille
Die 361. K-Flottille war ein Einsatzverband des Kommandos der Kleinkampfmittel (K-Verbände). Sie wurde im Juli 1944 aufgestellt und primär mit Einmanntorpedos vom Typ "Neger" und später "Marder" ausgerüstet. Die Flottille wurde unmittelbar nach ihrer Aufstellung an die Invasionsfront in die Normandie verlegt, um alliierte Schiffsansammlungen vor den Landungsköpfen anzugreifen. Im Verlauf des Jahres 1944 operierte der Verband von verschiedenen Stützpunkten an der französischen Küste aus. Mit dem Rückzug der deutschen Truppen und dem Ende der operativen Möglichkeiten wurde die Flottille bei Kriegsende 1945 aufgelöst.
Entstehung, Funktion und Ende
Aufstellung: Juli 1944; personelle Formierung im Raum Blaukoppel / Heiligenhafen.
Ausrüstung: Einmanntorpedos Typ "Neger" und "Marder" (tauchfähige Weiterentwicklung).
Aufgabe: Nachtangriffe auf alliierte Invasionsflotten; Versenkung von Transportern und Kriegsschiffen durch Torpedoschüsse im Überwasserlauf.
Ende 1945: Auflösung im Mai 1945 nach der Gesamtkapitulation der Wehrmacht.
Operativer Werdegang
Normandie: Einsatz im Sommer 1944 von Villers-sur-Mer aus gegen die Invasionsflotte in der Seine-Bucht (Operationen gegen den "Mulberry"-Hafen).
Verluste: Extrem hohe Verlustraten durch technische Defekte (CO2-Vergiftung) und die massive alliierte Luft- und Seeüberlegenheit.
Führung: Unterstellt dem Kommando der Kleinkampfmittel; taktische Führung durch erfahrene K-Offiziere (z.B. Kapitänleutnant Johann-Otto Krieg).
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Personal: Der Verband rekrutierte sich aus Freiwilligen der U-Boot-Waffe und der Marine-Artillerie, die für den gefährlichen Einzeleinsatz geschult wurden.
Taktik: Die Einsätze der 361. K-Flottille lieferten wichtige Erkenntnisse für die Weiterentwicklung der Kleinst-U-Boote (Typ Seehund).
Entlastung: Versuch, durch asymmetrische Kriegführung die Blockade der großen U-Boot-Stützpunkte im Westen aufzubrechen.
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RM 103 Kommando der Kleinkampfmittel: Akten über die Aufstellung, Einsatztagebücher und Verlustmeldungen der 361. K-Flottille.
BArch RM 7 Seekriegsleitung: Berichte über die Erfolge und Schwierigkeiten beim Einsatz der Einmanntorpedos in der Normandie.
BArch PERS 6 Personalakten: Werdegänge von Piloten und Technikern mit Dienstzeit in der 361. K-Flottille.
Literaturverweise
Blocksdorf, Helmut „Das Kommando der Kleinkampfmittel der Kriegsmarine“ (Einsatzberichte 1944).
Kemp, Paul „Die deutschen Kleinst-U-Boote 1944–1945“.
Mattes, Klaus „Die Seehunde: Die erfolgreichsten deutschen Kleinst-U-Boote“.
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
ubootarchivwiki@gmail.com - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132