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Marine-Flakabteilung 803: Unterschied zwischen den Versionen

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Die Abteilung wurde im Juni 1940 gegründet und war teilweise motorisiert. Es wurde in Wilhelmshaven in Niedersachsen gegründet, dann nach Breda in der Provinz Nordbrabant in den Niederlanden verlegt und schließlich im September 1940 in Brest in der Bretagne, Frankreich, stationiert. Die Abteilung unterstand dem Seekommandanten Brest, dann ab Dezember 1940 dem 24. Marineflakregiment/III. Marineflakbrigade.
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Aktuelle Version vom 8. März 2026, 11:08 Uhr

Verband Marine-Flak-Abteilung 803
Die Marine-Flak-Abteilung 803 wurde im Juni 1940 in Wilhelmshaven (Niedersachsen) aufgestellt. Der Verband war teilweise motorisiert und verlegte kurz nach der Gründung über Breda (Niederlande) nach Brest in die Bretagne (Frankreich), wo die Abteilung im September 1940 eintraf. Sie unterstand zunächst dem Seekommandanten Brest und ab Dezember 1940 dem 24. Marine-Flak-Regiment innerhalb der III. Marine-Flak-Brigade. Ihre Hauptaufgabe war der Schutz des strategisch bedeutenden Hafens und der dortigen Werftanlagen gegen alliierte Luftangriffe.
Entstehung, Funktion und Aufgaben
Aufstellung: Juni 1940 in Wilhelmshaven; Verlegung nach Frankreich im Spätsommer 1940.
Unterstellung: Seekommandant Brest; ab 12/1940 24. Marine-Flak-Regiment / III. Marine-Flak-Brigade.
Aufgabe: Flugabwehrschutz für den Kriegshafen Brest; Objektschutz kriegswichtiger Anlagen; Einsatz gegen See- und Erdziele im Belagerungsfall.
Ende 1944: Vernichtung bzw. Kapitulation im September 1944 nach der schweren Belagerung der "Festung Brest" durch US-Truppen.
Spezifische Merkmale
Bewaffnung: Ausrüstung mit schweren Flak-Batterien (z. B. 8,8-cm oder 10,5-cm) sowie leichten Flak-Zügen zur Nahbereichsverteidigung.
Motorisierung: Die Teilmotorisierung erlaubte eine flexible Verlegung von Geschützen zur Abdeckung wechselnder Einflugschneisen feindlicher Bomberverbände.
Festungskampf: 1944 wurde die Abteilung massiv in den Erdkampf gegen US-Panzer und Infanterie einbezogen und kämpfte bis zur vollständigen Zerstörung der Batterien.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Bunkerschutz: Die Abteilung 803 sicherte den Luftraum über den massiven U-Boot-Bunkern in Brest, in denen die 1. und 9. U-Flottille stationiert waren.
Werftbetrieb: Schutz der Instandsetzungsarbeiten an Front-U-Booten gegen die permanenten Luftangriffe des RAF Bomber Command auf das Werftareal.
Hafensperre: Beteiligung an der Abwehr feindlicher Minenleger-Flugzeuge, um die Auslaufwege der U-Boote in die Biskaya minenfrei zu halten.
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RM 45-III Marine-Flak-Brigaden: Akten über die Organisation und die Gefechtsberichte der Flak-Abteilungen im Raum Brest.
BArch RM 7 Seekriegsleitung: Berichte über die Luftverteidigung der französischen Westküste und der U-Boot-Stützpunkte.
BArch PERS 6 Personalakten: Nachweise über die Dienstzeit von Marine-Artilleristen in der M.Flak.A. 803.
Literaturverweise
Lohmann / Hildebrand „Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band II, Kapitel: Marine-Flak-Artillerie).
Wegner, Günter „Stellenbesetzung der deutschen Marine 1848-1945“ (Systematik der Marine-Artillerie-Verbände).
Hummel, Karl-Heinz „Die deutsche Flakartillerie 1935–1945: Ihre Großverbände und Regimenter“.
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
ubootarchivwiki@gmail.com - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132