Aktionen

Küstenfliegergruppe 806: Unterschied zwischen den Versionen

Aus U-Boot-Archiv Wiki

 
(Eine dazwischenliegende Version desselben Benutzers wird nicht angezeigt)
Zeile 1: Zeile 1:
{| style="background-color:#FFFFE0;border-color:black;border-width:3px;border-style:double;width:80%;align:center"
+
{| style="background-color:#FFFFE0;border-color:black;border-width:3px;border-style:double;width:100%;align:center"
 
|-
 
|-
| style="width:2%" |
+
| || colspan="3" |
 +
 
 +
{| class="wikitable" style="width:100%; table-layout:fixed;"
 
|-
 
|-
| || colspan="3" | Die '''Küstenfliegergruppe 806''' wurde am 22.10.1939 in Dievenow aufgestellt. Sie wurde aus Teilen der [[Küstenfliegergruppe 506]] geründet und bestand aus:
+
| style="width:25%" |
 +
| style="width:75%" |
 
|-
 
|-
| || colspan="3" | Stab aus Stab der Küstenfliegergruppe 506
+
! Verband
 +
! '''Küstenfliegergruppe 806'''
 
|-
 
|-
| || colspan="3" | 1. Staffel aus der 1. / Küstenfliegergruppe 506
+
| ||
 
|-
 
|-
| || colspan="3" | 2. Staffel aus der 3. / Küstenfliegergruppe 506
+
| ||
 
|-
 
|-
| || colspan="3" | 3. Staffel aus der 1. / Küstenfliegergruppe 306
+
| colspan="2" | Die Küstenfliegergruppe 806 wurde am 22.10.1939 in Dievenow aus Teilen der Küstenfliegergruppen 506 und 306 aufgestellt. Bereits im November 1939 erfolgte die Umbenennung in Kampfgruppe 806. Nach der Umrüstung von Wasserflugzeugen auf mehrmotorige Kampfflugzeuge operierte der Verband über der Nordsee, in Frankreich und im Mittelmeerraum. Die Gruppe war spezialisiert auf die Bekämpfung von Seezielen und die Fernaufklärung. Am 01.09.1942 endete die Eigenständigkeit durch die Eingliederung als III. Gruppe in das Kampfgeschwader 54.
 
|-
 
|-
| || colspan="3" | Im November 1939 wurde die Gruppe in Kampfgruppe 806 umbenannt. Im Dezember 1939 wurde die Gruppe von der Heinkel He 60 und der Heinkel He 114 auf die Heinkel He 111 J umgerüstet. Es folgten Einsätze über der Nordsee. Im Sommer 1940 wurde die Gruppe auf die Junkers Ju 88 A umgerüstet und anschließend nach Frankreich verlegt. Im Juni 1941 kehrte die Gruppe in den Ostseeraum zurück und im Dezember 1941 verlegte sie schließlich nach Catania auf Sizilien. Am 01.09.1942 wurde die Gruppe als neue III. Gruppe in das Kampfgeschwader 54 eingegliedert.
+
| ||
 
|-
 
|-
 
| ||
 
| ||
 
|-
 
|-
 +
! colspan="2" | Entstehung, Gliederung und Ende
 +
|-
 +
| ||
 +
|-
 +
| Aufstellung: || colspan="2" | 22.10.1939 in Dievenow; Stab und 1./2. Staffel aus Kü.Fl.Gr. 506, 3. Staffel aus 1./Kü.Fl.Gr. 306.
 +
|-
 +
| Umrüstung: || colspan="2" | Dez. 1939: Wechsel von He 60/He 114 auf He 111 J; Sommer 1940: Umrüstung auf Junkers Ju 88 A.
 +
|-
 +
| Standorte: || colspan="2" | Dievenow; Frankreich (1940); Ostseeraum (Juni 1941); Catania/Sizilien (ab Dez. 1941).
 +
|-
 +
| Ende 1942: || colspan="2" | 01.09.1942: Umbenennung und Eingliederung als III./KG 54 (Kampfgeschwader 54 "Totenkopf").
 +
|-
 +
| ||
 +
|-
 +
! colspan="2" | Operativer Werdegang
 +
|-
 +
| ||
 +
|-
 +
| Nordsee: || colspan="2" | Frühe Einsätze zur Seeüberwachung und Bekämpfung britischer Seestreitkräfte mit He 111 J.
 +
|-
 +
| Westfeldzug: || colspan="2" | Einsatz von Basen in Frankreich zur Blockade der britischen Versorgungswege und Unterstützung der Marinegruppe West.
 +
|-
 +
| Mittelmeer: || colspan="2" | Ab Ende 1941 intensive Einsätze gegen Malta-Konvois und alliierte Flottenverbände im zentralen Mittelmeer.
 +
|-
 +
| ||
 +
|-
 +
! colspan="2" | Relevanz für die U-Boot-Waffe
 +
|-
 +
| ||
 +
|-
 +
| Zielweisung: || colspan="2" | Die Fernaufklärungsergebnisse der Gruppe 806 dienten der operativen Führung der U-Boote zur Ansetzung auf alliierte Geleitzüge.
 +
|-
 +
| Sicherung: || colspan="2" | Flankenschutz für U-Boot-Überführungen im Mittelmeer und Aufklärung feindlicher U-Jagd-Gruppen vor den Basen.
 +
|-
 +
| Spezialwaffen: || colspan="2" | Erprobung und Einsatz von Lufttorpedos und spezialisierter Marinemunition in enger Abstimmung mit den technischen Ämtern der Marine.
 +
|-
 +
| ||
 +
|-
 +
! colspan="2" | Quellenverweise - [https://invenio.bundesarchiv.de | Invenio Online-Recherche]
 +
|-
 +
| ||
 +
|-
 +
| BArch RL 8 || colspan="2" | Luftwaffe / Verbände: Akten über die Aufstellung, Umrüstung und Einsatzberichte der Kü.Fl.Gr. / KGr. 806.
 +
|-
 +
| BArch RL 10 || colspan="2" | Kampfgeschwader: Unterlagen zum Übergang der Gruppe in das Kampfgeschwader 54.
 +
|-
 +
| BArch PERS 6 || colspan="2" | Personalakten: Nachweise über Marineflieger, die im Stab oder den Staffeln der 806er Gruppe dienten.
 +
|-
 +
| ||
 +
|-
 +
! colspan="2" | Literaturverweise
 +
|-
 +
| ||
 +
|-
 +
| Dierich, Wolfgang || colspan="2" | „Die Verbände der Luftwaffe 1935–1945“ (Details zur KGr 806 und KG 54).
 +
|-
 +
| Lohmann / Hildebrand || colspan="2" | „Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band II, Kapitel Luftwaffe über See).
 +
|-
 +
| Tessin, Georg || colspan="2" | „Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht“ (Gliederung der Küstenfliegerverbände).
 +
|-
 +
| ||
 +
|-
 +
| style="text-align:center" colspan="3" |  Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
 +
|-
 +
! colspan="3" |
 +
|-
 +
| ||
 +
|-
 +
| style="text-align:center" colspan="3" |  [mailto:ubootarchivwiki@gmail.com ubootarchivwiki@gmail.com] - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132
 +
|-
 +
|}
 
|}
 
|}

Aktuelle Version vom 7. März 2026, 16:43 Uhr

Verband Küstenfliegergruppe 806
Die Küstenfliegergruppe 806 wurde am 22.10.1939 in Dievenow aus Teilen der Küstenfliegergruppen 506 und 306 aufgestellt. Bereits im November 1939 erfolgte die Umbenennung in Kampfgruppe 806. Nach der Umrüstung von Wasserflugzeugen auf mehrmotorige Kampfflugzeuge operierte der Verband über der Nordsee, in Frankreich und im Mittelmeerraum. Die Gruppe war spezialisiert auf die Bekämpfung von Seezielen und die Fernaufklärung. Am 01.09.1942 endete die Eigenständigkeit durch die Eingliederung als III. Gruppe in das Kampfgeschwader 54.
Entstehung, Gliederung und Ende
Aufstellung: 22.10.1939 in Dievenow; Stab und 1./2. Staffel aus Kü.Fl.Gr. 506, 3. Staffel aus 1./Kü.Fl.Gr. 306.
Umrüstung: Dez. 1939: Wechsel von He 60/He 114 auf He 111 J; Sommer 1940: Umrüstung auf Junkers Ju 88 A.
Standorte: Dievenow; Frankreich (1940); Ostseeraum (Juni 1941); Catania/Sizilien (ab Dez. 1941).
Ende 1942: 01.09.1942: Umbenennung und Eingliederung als III./KG 54 (Kampfgeschwader 54 "Totenkopf").
Operativer Werdegang
Nordsee: Frühe Einsätze zur Seeüberwachung und Bekämpfung britischer Seestreitkräfte mit He 111 J.
Westfeldzug: Einsatz von Basen in Frankreich zur Blockade der britischen Versorgungswege und Unterstützung der Marinegruppe West.
Mittelmeer: Ab Ende 1941 intensive Einsätze gegen Malta-Konvois und alliierte Flottenverbände im zentralen Mittelmeer.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Zielweisung: Die Fernaufklärungsergebnisse der Gruppe 806 dienten der operativen Führung der U-Boote zur Ansetzung auf alliierte Geleitzüge.
Sicherung: Flankenschutz für U-Boot-Überführungen im Mittelmeer und Aufklärung feindlicher U-Jagd-Gruppen vor den Basen.
Spezialwaffen: Erprobung und Einsatz von Lufttorpedos und spezialisierter Marinemunition in enger Abstimmung mit den technischen Ämtern der Marine.
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RL 8 Luftwaffe / Verbände: Akten über die Aufstellung, Umrüstung und Einsatzberichte der Kü.Fl.Gr. / KGr. 806.
BArch RL 10 Kampfgeschwader: Unterlagen zum Übergang der Gruppe in das Kampfgeschwader 54.
BArch PERS 6 Personalakten: Nachweise über Marineflieger, die im Stab oder den Staffeln der 806er Gruppe dienten.
Literaturverweise
Dierich, Wolfgang „Die Verbände der Luftwaffe 1935–1945“ (Details zur KGr 806 und KG 54).
Lohmann / Hildebrand „Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band II, Kapitel Luftwaffe über See).
Tessin, Georg „Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht“ (Gliederung der Küstenfliegerverbände).
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
ubootarchivwiki@gmail.com - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132