Aktionen

Kompaniechef: Unterschied zwischen den Versionen

Aus U-Boot-Archiv Wiki

(Die Seite wurde neu angelegt: „{| style="background-color:#FFFFE0;border-color:black;border-width:3px;border-style:double;width:80%;align:center" |- | style="width:2%" | |- | || colspan="3"…“)
 
 
(2 dazwischenliegende Versionen desselben Benutzers werden nicht angezeigt)
Zeile 1: Zeile 1:
{| style="background-color:#FFFFE0;border-color:black;border-width:3px;border-style:double;width:80%;align:center"
+
{| style="background-color:#FFFFE0;border-color:black;border-width:3px;border-style:double;width:100%;align:center"
 
|-
 
|-
| style="width:2%" |
+
| || colspan="3" |  
 +
 
 +
{| class="wikitable"
 
|-
 
|-
| || colspan="3" | '''Kompaniechef''' ist ein Offizier, der eine Kompanie oder eine vergleichbare Einheit regulär führt. Als Kompanieführer wird, für die Zeit der Vertretung, diejenige Person bezeichnet, die die Kompanie führt, während der Kompaniechef abwesend (z. B. Urlaub, Krankheit, Kommandierung) oder der Dienstposten unbesetzt ist.
+
| style="width:25%" |
 +
| style="width:75%" |
 
|-
 
|-
| || colspan="3" |In der Bundeswehr ist die Kompanie die kleinste disziplinarische Einheit und besteht aus 60 bis 250 Soldaten. Sie ist in zwei oder mehr Züge, gelegentlich auch Staffeln, als Teileinheiten mit z. T. spezifischen militärischen Aufgaben gegliedert.
+
! Datenblatt
 +
! '''Kompaniechef'''
 
|-
 
|-
 
| ||
 
| ||
 +
|-
 +
| ||
 +
|-
 +
| colspan="3" | Der Kompaniechef (oft auch als Kompanieführer bezeichnet) die zentrale disziplinarische und administrative Instanz für das Personal an Land. Während auf einem U-Boot der Kommandant alles entschied, war an Land der Kompaniechef die „Heimat“ des Soldaten. Der Kompaniechef fungierte als primärer Disziplinarvorgesetzter und Erzieher; er koordinierte den gesamten Ausbildungsbetrieb seiner Einheit und bildete das entscheidende Bindeglied zwischen der Abteilungsführung und der Truppe.
 +
|-
 +
| ||
 +
|-
 +
| ||
 +
|-
 +
! colspan="3" | Entstehung und Funktion
 +
|-
 +
| ||
 +
|-
 +
| colspan="3" | Die Dienststellung des Kompaniechefs existierte seit der Gründung der Reichsmarine und wurde in der Kriegsmarine massiv ausgebaut, insbesondere bei den U-Boots-Lehrdivisionen (U.L.D.) und den U-Flottillen.
 +
|-
 +
| colspan="3" | Disziplinargewalt: Er besaß die Strafgewalt (Disziplinarstrafgewalt) über die Unteroffiziere und Mannschaften seiner Kompanie (meist 150 bis 250 Mann).
 +
|-
 +
| colspan="3" | Personalverwaltung: Er war verantwortlich für die Führung der Stammrollen, Wehrpässe und Soldbücher. Wenn ein U-Boot-Fahrer befördert wurde oder Urlaub erhielt, lief dies über den Schreibtisch des Kompaniechefs der Stammkompanie.
 +
|-
 +
| colspan="3" | Ausbildung: In den Lehrdivisionen leitete er die infanteristische und formale Grundausbildung, bevor die Männer zur fachspezifischen Ausbildung (z. B. an die Sperrwaffenschule) weiterzogen.
 +
|-
 +
| colspan="3" | Rang: In der Regel wurde die Position von einem Kapitänleutnant oder einem erfahrenen Oberleutnant zur See besetzt.
 +
|-
 +
| colspan="3" | Ende: Mit der Kapitulation im Mai 1945 endete die Funktion. In den letzten Kriegswochen führten viele Kompaniechefs ihre Einheiten jedoch nicht mehr im Marinestützpunkt, sondern als Infanterie-Kompanien im Erdkampf (z. B. in der „Festung“ Triest oder bei der Verteidigung der Ostseeküste).
 +
|-
 +
| ||
 +
|-
 +
! colspan="3" | Relevanz für die U-Boot-Waffe
 +
|-
 +
| ||
 +
|-
 +
| colspan="3" | Auslese in der U.L.D.: In den U-Boot-Lehrdivisionen (z. B. in Pillau oder Gotenhafen) waren die Kompaniechefs maßgeblich daran beteiligt, die Eignung der Schüler für den Fronteinsatz zu bewerten.
 +
|-
 +
| colspan="3" | Frontpause für Kommandanten: Erfahrene U-Boot-Kommandanten wurden nach ihren Feindfahrten oft als Kompaniechefs eingesetzt, um ihr praktisches Wissen an den Nachwuchs weiterzugeben und gleichzeitig eine regenerative Phase an Land zu durchlaufen.
 +
|-
 +
| colspan="3" | Personalhistorische Einordnung: In den Personalunterlagen (BArch PERS 6) dokumentiert die Verwendung als Kompaniechef hohe Führungskompetenz und administratives Vertrauen der vorgesetzten Dienststellen.
 +
|-
 +
| ||
 +
|-
 +
! colspan="3" | Quellenverweise - Bundesarchiv-Militärarchiv (BArch-MA) [https://www.bundesarchiv.de/im-archiv-recherchieren/archivgut-recherchieren/recherchesysteme/invenio/ | Invenio Online-Recherche]
 +
|-
 +
| ||
 +
|-
 +
| BArch RM 3 / 1024 || colspan="3" | Dienstvorschriften über die Befugnisse und Aufgaben der Kompaniechefs in der Kriegsmarine
 +
|-
 +
| BArch RM 121 / 162 || colspan="3" | Bestimmungen über die Ausbildung und Führung in den Schiffsstammabteilungen
 +
|-
 +
| BArch PERS 6 / [Aktennummer] || colspan="3" | Personalakten mit Nachweisen über die Verwendung als Kompaniechef in Land- und Ausbildungseinheiten
 +
|-
 +
| ||
 +
|-
 +
! colspan="3" | Literaturverweise
 +
|-
 +
| ||
 +
|-
 +
| Lohmann, W. / Hildebrand, H. H.: || colspan="3" | Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945 (Band III, Kapitel zur Hierarchie und den Dienststellungen an Land)
 +
|-
 +
| Mallmann Showell, Jak P.: || colspan="3" | The German Navy in World War Two (Details zur administrativen Struktur der Kompanien)
 +
|-
 +
| Uhle-Wettler, Franz: || colspan="3" | U-Boot-Krieg – Überlebenskampf und Perspektiven (Kontext zur personellen Führung in der Ausbildungsorganisation)
 +
|-
 +
| ||
 +
|-
 +
! colspan="3" |
 +
|-
 +
| ||
 +
|-
 +
| colspan="3" | Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
 +
|-
 +
| ||
 +
|-
 +
| colspan="3" | >>>>U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki<<<<
 +
|-
 +
| || colspan="3" | '''<small>ubootarchivwiki@gmail.com - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132</small>'''
 
|-
 
|-
 
|}
 
|}

Aktuelle Version vom 10. Februar 2026, 09:23 Uhr

Datenblatt Kompaniechef
Der Kompaniechef (oft auch als Kompanieführer bezeichnet) die zentrale disziplinarische und administrative Instanz für das Personal an Land. Während auf einem U-Boot der Kommandant alles entschied, war an Land der Kompaniechef die „Heimat“ des Soldaten. Der Kompaniechef fungierte als primärer Disziplinarvorgesetzter und Erzieher; er koordinierte den gesamten Ausbildungsbetrieb seiner Einheit und bildete das entscheidende Bindeglied zwischen der Abteilungsführung und der Truppe.
Entstehung und Funktion
Die Dienststellung des Kompaniechefs existierte seit der Gründung der Reichsmarine und wurde in der Kriegsmarine massiv ausgebaut, insbesondere bei den U-Boots-Lehrdivisionen (U.L.D.) und den U-Flottillen.
Disziplinargewalt: Er besaß die Strafgewalt (Disziplinarstrafgewalt) über die Unteroffiziere und Mannschaften seiner Kompanie (meist 150 bis 250 Mann).
Personalverwaltung: Er war verantwortlich für die Führung der Stammrollen, Wehrpässe und Soldbücher. Wenn ein U-Boot-Fahrer befördert wurde oder Urlaub erhielt, lief dies über den Schreibtisch des Kompaniechefs der Stammkompanie.
Ausbildung: In den Lehrdivisionen leitete er die infanteristische und formale Grundausbildung, bevor die Männer zur fachspezifischen Ausbildung (z. B. an die Sperrwaffenschule) weiterzogen.
Rang: In der Regel wurde die Position von einem Kapitänleutnant oder einem erfahrenen Oberleutnant zur See besetzt.
Ende: Mit der Kapitulation im Mai 1945 endete die Funktion. In den letzten Kriegswochen führten viele Kompaniechefs ihre Einheiten jedoch nicht mehr im Marinestützpunkt, sondern als Infanterie-Kompanien im Erdkampf (z. B. in der „Festung“ Triest oder bei der Verteidigung der Ostseeküste).
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Auslese in der U.L.D.: In den U-Boot-Lehrdivisionen (z. B. in Pillau oder Gotenhafen) waren die Kompaniechefs maßgeblich daran beteiligt, die Eignung der Schüler für den Fronteinsatz zu bewerten.
Frontpause für Kommandanten: Erfahrene U-Boot-Kommandanten wurden nach ihren Feindfahrten oft als Kompaniechefs eingesetzt, um ihr praktisches Wissen an den Nachwuchs weiterzugeben und gleichzeitig eine regenerative Phase an Land zu durchlaufen.
Personalhistorische Einordnung: In den Personalunterlagen (BArch PERS 6) dokumentiert die Verwendung als Kompaniechef hohe Führungskompetenz und administratives Vertrauen der vorgesetzten Dienststellen.
Quellenverweise - Bundesarchiv-Militärarchiv (BArch-MA) | Invenio Online-Recherche
BArch RM 3 / 1024 Dienstvorschriften über die Befugnisse und Aufgaben der Kompaniechefs in der Kriegsmarine
BArch RM 121 / 162 Bestimmungen über die Ausbildung und Führung in den Schiffsstammabteilungen
BArch PERS 6 / [Aktennummer] Personalakten mit Nachweisen über die Verwendung als Kompaniechef in Land- und Ausbildungseinheiten
Literaturverweise
Lohmann, W. / Hildebrand, H. H.: Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945 (Band III, Kapitel zur Hierarchie und den Dienststellungen an Land)
Mallmann Showell, Jak P.: The German Navy in World War Two (Details zur administrativen Struktur der Kompanien)
Uhle-Wettler, Franz: U-Boot-Krieg – Überlebenskampf und Perspektiven (Kontext zur personellen Führung in der Ausbildungsorganisation)
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
>>>>U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki<<<<
ubootarchivwiki@gmail.com - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132