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Lehrkommando 300: Unterschied zwischen den Versionen

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| || colspan="3" | Das '''Lehrkommando 300''' in Neustadt in Holstein war für die Zweimann-U-Boote der Typen [[Hecht]] und [[Seehund]] zuständig. Als Unterkunft und Stützpunkt dienten Baracken am Rande der Wiksberg-Kaserne (Neukoppel). Für die Bereitstellung und ggf. erforderliche Reparaturen der Seehunde, die ausschließlich von dem niederländischen Hafen Ijmuiden aus eingesetzt wurden, hatte der K-Stützpunkt Wilhelmshaven (Lager Graukoppel) schon von seiner geografischen Lage wie auch von der vorhandenen Logistik her eine entscheidende Bedeutung. Der K-Stützpunkt Wilhelmshaven befand sich am Nordufer des Westhafens (Tirpitz-Hafen) im Bereich des heutigen Banter Sees. Mattes gibt an, dass sich Graukoppel dort befand, wo sich heute als markanter Punkt das Gebäude der Kammgarnspinnerei befindet. Dieses Gelände beherbergte zur Zeit der Kaiserlichen Marine die Uto-Werft mit den Torpedowerkstätten. Im Dritten Reich gehörte dieser Komplex zu den Deutschen Werken AG.
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| || colspan="3" | Die „Seehunde“ wurden vom 01.01.1945 an von Ijmuiden aus bis zum Kriegsende gegen den alliierten Nachschubverkehr auf dem Themse-Schelde-Geleitweg eingesetzt, der wichtigsten Nachschubverbindung, nachdem der im Kanal-Bereich frontnächste und leistungsfähigste Hafen Antwerpen etwa ab Mitte November 1944 nach Freikämpfen der Westerschelde genutzt werden konnte. In den letzten Kriegswochen wurden Seehunde daneben auch für Versorgungsfahrten mit Buttertorpedos in die Festung Dünkirchen eingesetzt. Die „Seehunde“ waren in der K-Flottille 312 unter dem Kommando von Kapitänleutnant [[Hermann Rasch]] zusammengefasst und unterstanden der von Fregattenkapitän [[Albrecht Brandi]] geführten 5. K-Division.
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Aktuelle Version vom 5. Februar 2026, 17:24 Uhr

Datenblatt Lehrkommando 300
Das Lehrkommando 300 war eine der bedeutendsten Ausbildungseinheiten der Kleinkampfverbände (K-Verbände) der Kriegsmarine. Es war die zentrale Geburtsstätte und Schulungsstätte für die bemannten Torpedos vom Typ Neger und später Marder.
Historischer Werdegang und Standorte
Aufstellung: Formiert im März 1944 unter der Leitung von Kapitänleutnant Johann-Otto Krieg, einem erfahrenen und hochdekorierten U-Boot-Kommandanten.
Standort: Die Ausbildung fand primär in Heiligenhafen (Schleswig-Holstein) und an der Lübecker Bucht statt.
Struktur: Das Kommando unterstand dem Konteradmiral Hellmuth Heye, dem Befehlshaber der Kleinkampfverbände.
Aufgaben und Relevanz für die U-Boot-Waffe
Pionierarbeit: Das Lehrkommando 300 entwickelte die Taktik für den Einsatz von Einmann-Torpedos. Der „Neger“ bestand aus einem modifizierten G7e-Torpedo als Träger und einem scharfen Torpedo darunter.
Personalpool: Da die Kleinkampfmittel eine hohe nautische Begabung erforderten, wurden viele Freiwillige aus der U-Boot-Waffe (insbes. Crews 40 bis 43) und von den Schnellbooten rekrutiert.
Einsätze: Aus dem Lehrkommando 300 gingen die ersten Einsatzflottillen hervor, die im Sommer 1944 gegen die Invasionsflotte in der Normandie (Anzio und Seine-Bucht) operierten.
Quellenverweise - Bundesarchiv-Militärarchiv (BArch-MA) | Invenio Online-Recherche
BArch RM 7.433 ff Kleinkampfverbände der Kriegsmarine. Kernbestand für die Aufstellung und die Einsatzberichte des Lehrkommandos 300.
BArch PERS 6 Personalakten. Invenio Nachweis für Soldaten mit dem Vermerk „K-Verband“ oder „Kommando Krieg“.
BArch RM 121.630 Ausbildungseinheiten der K-Verbände. Dokumentiert die Standorte und die fachliche Gliederung in Heiligenhafen.
Literaturverweise
Lohmann, Walter / Hildebrand, Hans H. Die deutsche Kriegsmarine 1939-1945. Band 2, Abschnitt Kleinkampfverbände.
Blocksdorf, Helmut Das Kommando der Kleinkampfverbände der Kriegsmarine.
Matt, Klaus Die bemannten Torpedos der deutschen Kriegsmarine. (Details zu Heiligenhafen und Johann-Otto Krieg).
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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