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Marine Bataillon von Arnim: Unterschied zwischen den Versionen

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Aktuelle Version vom 5. Februar 2026, 14:32 Uhr

Datenblatt Marine Bataillon von Arnim
Das Marine-Bataillon von Arnim (gelegentlich auch als Regiment von Arnim bezeichnet) war eine improvisierte Marine-Infanterieeinheit, die während der Kämpfe um Narvik im Frühjahr 1940 aus dem Stammpersonal der im Ofotfjord versenkten deutschen Zerstörer gebildet wurde.
Historische Einordnung und Aufgabe
Aufstellung: Formiert im April 1940 in Narvik nach dem Totalverlust der zehn Zerstörer der 3. und 4. Zerstörerflottille.
Namensgeber: Benannt nach dem Kommandeur, Fregattenkapitän Hans-Jürgen von Arnim (Chef der 4. Zerstörerflottille).
Zusammensetzung: Die Einheit bestand primär aus den Seeleuten und technischen Spezialisten der Zerstörer Z 17 Diether von Roeder, Z 18 Hans Lüdemann, Z 19 Hermann Künne, Z 21 Wilhelm Heidkamp und Z 22 Anton Schmitt.
Einsatz: Das Bataillon kämpfte im Erdkampf unter General Dietl gegen die alliierten Landungstruppen und norwegische Verbände entlang der Erzbahnlinie. Diese "Gebirgsmarine" war entscheidend für das Halten der Stadt Narvik.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Personalpool: Nach dem Ende der Kämpfe in Norwegen (Juni 1940) wurden zahlreiche Offiziere und Unteroffiziere des Bataillons, die ihre Schiffe verloren hatten, für die U-Boot-Waffe rekrutiert. Sie brachten wertvolle Kampferfahrung unter extremen arktischen Bedingungen mit.
Sicherung der Basis: Der Erfolg der Marine-Bataillone in Narvik sicherte die norwegischen Nordhäfen, die später als lebenswichtige Stützpunkte für die Eismeer-U-Boote (z. B. der 13. U-Flottille) dienten.
Tradition: Die Teilnehmer erhielten das Narvikschild, eine Auszeichnung, die viele spätere U-Boot-Kommandanten mit Stolz an der Uniform trugen.
Die Namensgebung: Zerstörer vs. Kommandeur
Der Zerstörer: Es gab tatsächlich den Zerstörer Z 11 Bernd von Arnim. Dieses Schiff gehörte zur 4. Zerstörerflottille und wurde am 13.04.1940 im Rombaksfjord von der eigenen Besatzung gesprengt, nachdem die Munition verschossen war.
Der Kommandeur: Das Bataillon wurde jedoch nach Fregattenkapitän Hans-Jürgen von Arnim benannt. Er war der Chef der 4. Zerstörerflottille und damit der taktische Vorgesetzte aller Kommandanten der 4. Flottille (einschließlich des Kommandanten von Z 11).
Die Logik dahinter: Da das Bataillon aus den Besatzungen mehrerer versenkter Schiffe bestand (Z 11, Z 17, Z 18, Z 19), konnte man es schlecht nach nur einem Schiff benennen. Daher wählte man den Namen des Flottillenchefs als Klammer für alle unterstellten Männer.
Quellenverweise - Bundesarchiv-Militärarchiv (BArch-MA) | Invenio Online-Recherche
BArch RM 10.366 Zerstörer-Einsatz Narvik. Enthält die Gefechtsberichte und Verlustlisten des Bataillons von Arnim.
BArch PERS 6 Personalakten. Invenio Nachweis für Marineangehörige mit dem Vermerk „Erdeinsatz Narvik“.
BArch RM 121.314 Marine-Infanterie-Einheiten. Dokumentiert die administrativen Belange der aus Zerstörerbesatzungen gebildeten Verbände.
Literaturverweise
Lohmann, Walter / Hildebrand, Hans H. Die deutsche Kriegsmarine 1939-1945. Band 2, Abschnitt Marine-Infanterie.
Koop, Hans J. / Schmolke, Klaus-Peter Die deutschen Zerstörer 1935-1945. (Details zum Landeinsatz der 4. Zerstörerflottille).
Hümmelchen, Gerhard Handelsstörer. Hilfskreuzer und Hilfsschiffe. (Erwähnung der logistischen Unterstützung in Narvik).
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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