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4. Schiffsstammabteilung: Unterschied zwischen den Versionen

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| colspan="3" | Die 4. Schiffsstammabteilung war Friedenstruppenteil mit Standort Wilhelmshaven und wurde im Mai 1938 aufgestellt. Sie unterstand dem 2. Admiral der Nordsee. Am 01.01.1944 wurde die Abteilung zur 4. Marine-Ersatz-Abteilung umgewandelt. Am gleichen Tag wurde die Abteilung in Stralsund neu aufgestellt. Sie unterstand dem 1. Schiffsstammregiment und verlegte 1945 nach Flensburg-Mürwik. Dort wurde es in die Marineschule eingegliedert. Im Mai 1945 bildete die Abteilung das Alarm-Bataillon >>Banzhaf<<, das für die Verteidigung der Eider-Übergänge eingesetzt wurde.
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| colspan="3" | Die 4. Schiffsstammabteilung (4. S.S.A.) war eine grundlegende Ausbildungseinheit, die im Laufe des Krieges eine dramatische Wandlung von der nautischen „Wiege“ der Matrosen hin zum infanteristischen Erdeinsatz durchlief.
 
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Aktuelle Version vom 5. Februar 2026, 10:36 Uhr

Datenblatt 4. Schiffsstammabteilung
Die 4. Schiffsstammabteilung (4. S.S.A.) war eine grundlegende Ausbildungseinheit, die im Laufe des Krieges eine dramatische Wandlung von der nautischen „Wiege“ der Matrosen hin zum infanteristischen Erdeinsatz durchlief.
Historischer Werdegang (1938–1945)
Aufstellung: Erstmals aufgestellt im Mai 1938 als Friedenstruppenteil am Standort Wilhelmshaven.
Unterstellung: Administrativ dem 2. Admiral der Nordsee zugeordnet.
Zäsur 01.01.1944:
Die ursprüngliche Abteilung wurde zur 4. Marine-Ersatz-Abteilung umgewandelt. Am selben Tag erfolgte die Neuaufstellung der 4. S.S.A. in Stralsund.
Kriegsende 1945: Verlegung nach Flensburg-Mürwik (dem Zentrum der verbliebenen Marineführung) und Eingliederung in die dortige Marineschule.
Mai 1945: Bildung des Alarm-Bataillons „Banzhaf“. Dieses wurde zur Verteidigung der strategisch wichtigen Eider-Übergänge gegen die heranrückenden alliierten Bodentruppen eingesetzt.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Ausbildungskontinuität: Trotz der Umgliederungen blieb die 4. S.S.A. bis zuletzt ein wichtiger Lieferant für das seemännische Personal. Wer 1944 in Stralsund eintrat, war oft für die Besatzungen der neuen Typ XXI Boote vorgesehen.
Sicherung des Rückzugsraums: Der Einsatz als Alarm-Bataillon im Mai 1945 diente primär dem Schutz des Raumes Flensburg, in dem sich die letzte Reichsregierung unter Großadmiral Dönitz und die Reste der U-Boot-Führung befanden.
Quellenverweise - Bundesarchiv-Militärarchiv (BArch-MA) | Invenio Online-Recherche
BArch RM 121/113-118 Schiffsstammabteilungen. Kernbestand für Stammrollen und die Befehle zur Neuaufstellung in Stralsund.
BArch PERS 6 Personalakten. Werdegänge von Soldaten, die im Mai 1945 dem Bataillon „Banzhaf“ angehörten.
BArch RM 33 Marineoberkommando Nord. Belegt die Einsatzbefehle für die Alarm-Einheiten an den Eider-Übergängen.
Lexikon der Wehrmacht → 4. Schiffsstammabteilung
Literaturverweise
Georg Tessin Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht und Waffen-SS. (Band 14, S. 291).
Lohmann, Walter / Hildebrand, Hans H. Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945. (Band 2, Abschnitt Ersatzwesen).
Marinedienstvorschrift Nr. 32 Bestimmungen für die personelle Verwaltung
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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