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Marinestation der Nordsee: Unterschied zwischen den Versionen

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Die Marinestation der Nordsee war eine Dienststelle der Kaiserlichen Marine, der Reichsmarine und der Kriegsmarine in Wilhelmshaven. Sie war neben der Marinestation der Ostsee eine von zwei dauerhaft bestehenden Marinestationen. Daneben gab es in der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg zeitweilig mehrere Auslandsstationen. Die Marinestation der Nordsee wurde am 19.05.1870 aufgestellt und 1943 in das Marineoberkommando Nord umgewandelt, das mit Ende des Zweiten Weltkriegs aufgelöst wurde.
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Aktuelle Version vom 4. Februar 2026, 17:29 Uhr

Datenblatt Marinestation der Nordsee
Die Marinestation der Nordsee war eine der beiden zentralen territorialen Kommandobehörden der deutschen Marine (neben der Marinestation der Ostsee). Sie bildete das administrative und logistische Rückgrat für alle Operationen in der Nordsee und im Atlantik.
Historische Entwicklung und Standorte
Sitz: Hauptquartier war Wilhelmshaven.
Epochen: Sie bestand unter diesem Namen in der Kaiserlichen Marine, der Reichsmarine und der Kriegsmarine.
Umbenennung: Im Zuge der Umstrukturierung am 01.02.1943 wurde die Dienststelle in Marineoberkommando (MOK) Nordsee umbenannt.
Bereich: Ihr Zuständigkeitsbereich umfasste die gesamte deutsche Nordseeküste, die Ems- und Wesermündung sowie die Helgoländer Bucht.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Heimathafen der Frontflottillen: Wilhelmshaven war ein zentraler Ausrüstungs- und Instandsetzungshafen für die U-Boot-Waffe. Hier wurden Boote wie U 47 (Günther Prien) für ihre Einsätze vorbereitet.
Ersatzwesen und Ausbildung: Der Marinestation unterstanden zahlreiche Schiffsstammabteilungen und Fachschulen im Nordseeraum, in denen das Personal für die U-Boote seine Grundausbildung erhielt.
Gerichtsbarkeit und Personal: Die Station war die übergeordnete Behörde für Personalangelegenheiten, Beförderungen und die Marinejustiz für alle im Bereich stationierten U-Boot-Fahrer.
Logistik: Unter der Aufsicht der Station standen die Marine-Artilleriezeugämter und die Marinearsenale (wie das Kriegsmarinearsenal Wilhelmshaven), die für die Bewaffnung der U-Boote zuständig waren.
Führung (Chef der Marinestation)
Häufig waren dies hochrangige Admirale, die direkt dem OKM unterstanden:
Admiral Hermann Densch (1939–1943).
Vizeadmiral/Generaladmiral Erich Förste (1943–1945, dann als Oberbefehlshaber MOK Nordsee).
Quellenverweise - Bundesarchiv-Militärarchiv (BArch-MA) | Invenio Online-Recherche
BArch RM 32 Marinestation der Nordsee / MOK Nordsee. Zentraler Bestand. Enthält die Kriegstagebücher (KTB), Verwaltungsakten und Befehle der Stationsleitung.
BArch PERS 6 Personalakten. In den Werdegängen vieler U-Boot-Fahrer finden sich Dienstzeiten im Bereich der Station Nordsee.
BArch RM 121 Stammabteilungen. Dokumentiert die Ausbildungseinheiten im Bereich Wilhelmshaven/Varel.
Lexikon der Wehrmacht → Marinestation der Nordsee
Literaturverweise
Walter Lohmann / Hans H. Hildebrand Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945. (Band 2, Abschnitt Stationskommandos).
Georg Tessin Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht und Waffen-SS. (Band 14, S. 183).
Marinedienstvorschrift Nr. 32 Bestimmungen für die personelle Verwaltung der Kriegsmarine (M.Dv. 32).
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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