Details der 1. Feindfahrt von U 2:

Aus U-Boot-Archiv Wiki


Die Unternehmung in Stichpunkten

U 2 lief am 15.03.1940 um 08:00 Uhr aus Kiel aus. Von 09:45 Uhr bis 16:30 Uhr wurde das Boot von einem Schlepper durch den Kaiser-Wilhelm-Kanal bis Brunsbüttel geschleppt. Am 16.03.1940 um 08:00 lief U 2 im Eisgeleit von Sperrbrecher 9 aus Brunsbüttel aus. Um 09:30 Uhr wurde der Eisschutz geslippt. Bei einer See von 5 war die Abgabe des Eisschutzes unmöglich. Von 16:40 Uhr bis 19:14 Uhr wurde zum Einfahren der Besatzung zum Unterwassermarsch getaucht. U 2 war zur U-Bootjagd in der Nordsee eingeteilt worden. Das zugewiesene Planquadrat war AN 3860. U 2 erreichte am 18.03.1940 um 02:30 Uhr sein Operationsgebiet. Bei zunehmenden Seegang und peschwarzer Nacht mit Hagelböen und Spritzwasser, wurde nichts gefunden. Am 19.03.1940 um 13:22 Uhr kam über Funk die Anweisung, dass U 2 eine neue Position, in Planquadrat AN 3727/AN 3728, beziehen sollte. Am 20.03.1940 um 12:40 Uhr wurde angeblasen und mehrere Sonnen geschossen. Das Boot hatte seit dem Auslaufen kein Besteck mehr genommen. U 2 hatte eine Besteckversetzung von 24,3 Seemeilen in 350°. Bis zum 22.03.1940 war im Operationsgebiet nichts zu sehen. Es kamen Zweifel an der richtigen Aufstellung der vier an dieser Operation beteiligten U-Boote auf. Um 12:00 Uhr ging ein Funkspruch des Befehlshabers der Unterseeboote ein. Das Boot sollte nach Lindesnes gehen und um 20:00 Uhr vor Lister stehen.

Um 22:30 Uhr kamen Schatten mehrerer Kriegsschiffe in Sicht. Es schienen ein Flugzeugträger und einige Zerstörer eines englischen Verbandes zu sein. Eine Schussmöglichkeit entfiel, da der Verband nach Norden abzackte und mit hoher Geschwindigkeit ablief. Um 23.03.1940 um 17:00 Uhr wurde ein norwegischer, mit einer Kanone bewaffneter, Fischdampfer gesichtet der vor Lister patrouillierte. Dort herrschte starke Verkehr. Viele beleuchtete Dampfer fuhren in den norwegischen Hoheitsgewässern. Am 24.03.1940 um 00:00 Uhr ergab die Schätzung des Kommandanten, das das Boot mit 6,2 m³ Treiböl und 550 Liter Wasser, noch gute vier Tage im Operationsgebiet verbleiben könne. Doch schon am 26.03.1940 um 12:00 Uhr kam der Rückmarschbefehl. Um 00:00 Uhr wurde ein Notruf von U 21 aufgefangen, das Boot war vor der norwegischen Küste auf Grund gelaufen und konnte sich alleine nicht mehr befreien. Da andere Boote näher standen, wurde der Rückmarsch fortgesetzt. Am 27.03.1940 wurde der Rückmarsch im Nachtmarsch längst der Küste bei Thyborön durchgeführt. Am 29.03.1940 um 14:25 Uhr steht U 2 bei Leuchtschiff "F". Nach dem Treffen mit dem Flakgeleit, ging der Marsch die Jade aufwärts nach Wilhelmshaven.

Nach 15 Seetagen und einer zurückgelegten Strecke von 1.185,5 Seemeilen über und 248,5 Seemeilen unter Wasser, lief U 2 am 29.03.1940 um 18:15 Uhr in Wilhelmshaven ein.


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